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Celalettin Kesim

Türkei 7.7.1943 - West-Berlin 5.1.1980

Kottbusser Tor

Celalettin Kesim
7.7.1943 Türkiye - 5.1.1980 Berlin
Sendikacı, öğretmen Celalettin Kesim
aşırı sağci türk örgütü tarafından
burada bıçaklanarak öldürüldü!
An diesem Ort wurde der Lehrer und
Gewerkschafter, Celalettin Kesim,
von Anhängern rechtsextremistischer
türkischer Organisationen erstochen.

Die Tafel ist in den Bürgersteig am Fuß einer von Hanefi Yeter geschaffenen Stele eingelassen. Sie wurde am 21. Juni 1991 eingeweiht.

Celattin Kesim immigrierte 1973 aus der Türkei nach West-Berlin. Er arbeitete beim Maschinenbauunternehmen Borsig und engagierte sich in der Gewerkschaft IG Metall. Später war er als Berufsschullehrer tätig. Am 5. Januar 1980 nahm Kesim an einer Demonstration türkischstämmiger Linken am Kottbusser Tor teil, wo er und seine Mitstreitenden von Mitgliedern der rechtsextremen türkischen Gruppe Graue Wölfe und Islamisten überfallen wurden. Kesim wurde mit einem Messerstich am Bein verletzt und verblutete. Der Journalist Deniz Yücel kommentierte den Fall und vor allem die ausbleibenden Reaktionen 2008 in der taz mit den Worten: "Der Großteil der deutschen Öffentlichkeit reagierte desinteressiert. Eine Auseinandersetzung zwischen Türken in Kreuzberg? 1980 schien das den meisten so fern wie der Bürgerkrieg, der damals in der Türkei tobte." (zitiert nach: https://taz.de/Moderne-Gotteshaeuser/!5173817/, zuletzt abgerufen am 10.8.2022).

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