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Johann Peter Süssmilch

Zehlendorf 3.9.1707 - Berlin 22.3.1767

Brüderstraße 10

In diesem Gebäude, im Volksmund
»Galgenhaus«
genannt, lebte und starb
JOHANN PETER SÜSSMILCH
3.9.1707 - 22.3.1767
Universalwissenschaftler und Propst
von Kölln an der Spree
Mit seinem Hauptwerk von 1741
»Die göttliche Ordnung«
wurde er zum Wegbereiter der
Bevölkerungswissenschaft und Statistik

Das "Galgenhaus" hat seinen Namen nach der Legende, dass vor diesem Haus des Ministers von Happe eine seiner Bediensteten aufgrund eines königlichen Edikts gehängt wurde, weil sie einen silbernen Löffel gestohlen haben sollte. Nach ihrem Tod stellte sich ihre Unschuld heraus, das Edikt wurde zurückgenommen. Das Haus, das niemand von Happe abkaufen wollte, wurde dann auf königliche Anordnung vom Magistrat gekauft und der Kirche zur Verfügung gestellt. Tatsächlich war es seit 1737 Propstei von St. Petri in Cölln. Wie in jeder solchen Geschichte mischen sich auch hier Wahrheit und Dichtung. Genaueres findet man im Kapitel "Das Galgenhaus" bei Kurt Pomplun "Berlins alte Sagen". Eine Berliner Gedenktafel für Süßmilch wurde (zunächst provisorisch) am 20. Oktober 1994 "im Anschluß an die Tagung eines Arbeitskreises der Johann-Peter-Süßmilch-Gesellschaft für Demographie e.V." (Berliner Statistik 11/94, S. 247) enthüllt.

Die Tafel befindet sich im historischen Treppenhaus der Galerie Kewenig am Eingang zum Gewölbekeller und kann während der Öffnungszeiten der Galerie besichtigt werden.

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