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Georg Groscurth

Unterhaun b. Bad Hersfeld 27.12.1904 - Brandenburg 8.5.1944

Turmstraße 21

Hier, im Krankenhaus Moabit, organisierte
GEORG GROSCURTH
27.12.1904 - 8.5.1944
Widerstand gegen nationalsozialistische
Unterdrückung. Der Arzt unterstützte unter anderem
politisch und rassisch Verfolgte.
Am 4. September 1943 wurde er aus diesem Grund
verhaftet und am 8. Mai 1944
im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

Am damaligen Robert-Koch-Krankenhaus bildete der Oberarzt der I. Inneren Abteilung Dr. Groscurth gemeinsam mit Robert Havemann einen (sich später "Europäische Union" nennenden) Widerstandskreis, um Bedrängten und Verfolgten zu helfen. Am 16.12.1943 wurde er gemeinsam mit Havemann, dem Architekten Herbert Richter-Luckian und dem Dentisten Paul Rentsch vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Groscurth wohnte mit seiner Frau Anneliese (12.9.1910 - 28.9.1996) in Westend, Ahornallee 10, wo sie u.a eine Jüdin verborgen hielten. Ein Grab für ihn und seine Frau befindet sich auf dem Städtischen Friedhof Charlottenburg, Trakehner Allee 1, rechts unterhalb der Feierhalle (ggü. von Helene Lange).  
Die Berliner Gedenktafel wurde am Freitag, dem 7.4.1995 durch Volksbildungsstadtrat Jörn Jensen im Edelstahlrahmen an einem Bauzaun links neben der Einfahrt enthüllt. Später wurde sie zwischen dem ersten und zweiten Fenster des Erdgeschosses (von der linken Hausecke aus gesehen) am benachbarten Altbau angebracht, wo sie auch 2015 war. Das Krankenhaus Moabit wurde zum 1.11.2001 geschlossen, jetzt befindet sich auf dem Areal das Gesundheits- und Sozialzentrum Moabit.
Am 11.8.2006 erhielt eine bis dahin unbenannte Grünfläche zwischen den Richtungsfahrbahnen der Lindenallee in Westend (zwischen Nußbaum- und Ulmenallee) den Namen Anneliese- und Georg Groscurth-Platz.

 

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