Will Meisel
Map Wittelsbacherstraße 18
WILL MEISEL
17.9.1897 - 29.4.1967
Operetten- und Filmkomponist
Gründer der Meisel Musik- und Bühnenverlage
Meisel hatte hier seine Wohnung bis zu seinem Lebensende. Enthüllung der Berliner Gedenktafel 23.9.1988. Grabstätte auf dem Friedhof Wilmersdorf, Berliner Straße 81-103, C 11-1-1/3.
In der Ausstellung Um|Benennen – Neukölln und seine Straßennamen im Museum Neukölln wird die Rolle Meisels im Nationalsozialismus im Zusammenhang mit der Benennung einer Straße nach ihm thematisiert:
"1987 wurde mit dem Will-Meisel-Weg in Rudow ein Rixdorfer Tänzer, Komponist, Verleger und Bundesverdienstkreuzträger (verliehen 1962) geehrt, ohne dass seine Rolle in der NS-Zeit hinterfragt wurde. Dabei trat August Wilhelm Meisel (1897–1967) bereits am 1. Mai 1933 der NSDAP bei. Er profitierte sowohl von der Arisierung des jüdischen Musikverlags C. F. Peters als auch von der Enteignung des aus Deutschland vertriebenen jüdischen Arztes Alfred Alexander. Dessen Sommerhaus in Groß Glienicke konnte Meisel nach 1936 aus dem „Reichsvermögen“ völlig unter Wert erwerben.
Als einer der produktivsten Operettenkomponisten schuf er auch Musik für NS-Propagandastücke. Nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb Meisel in der Neuköllner Jonasstraße 22 eine Tanzschule. Hier erinnert seit 1990 eine Berliner Gedenktafel an ihn. Bereits 1988 sorgte die Historische Kommission zu Berlin für die erste Berliner Gedenktafel zu Ehren Meisels in der Charlottenburger Wittelsbacherstraße 18, dem Geschäftssitz seines Musikverlages."
