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Eine Nahaufnahme der Gedenktafel für Walter Gramatté mit Text und Porträt.
Die Ehrengrabstätte für Walter Gramatté mit Herbstlaub. Rundherum sind weitere Gräber.

Walter Gramatté

Berlin 8.1.1897 - Hamburg 9.2.1929

Map Evangelischer Friedhof Berlin-Wilhelmshagen, Saarower Weg 51

WALTER GRAMATTÉ
1897
-
1929
EHRENGRAB

Walter Gramatté war ein spätexpressionistischer Maler
und Grafiker. Durch Arbeiten mit so dramatischen Titeln wie
„Die große Angst“, „Das Müdesein“ oder „Aufschrei“ wurde
er schnell in der Kunstszene seiner Zeit bekannt.
Der 1897 in Berlin geborene Gramatté wuchs in Hermsdorf
auf und meldete sich 1914 als Kriegsfreiwilliger an die Front.
Als Sanitätshelfer wurde er schwer verwundet. Vorzeitig ent­-
lassen, begann er 1915 ein Studium an der Kunstschule des
Kunstgewerbemuseums in Berlin und stellte bereits 1917
eine größere Anzahl an Werken aus. Seine traumatischen
Kriegserlebnisse sowie ein fortschreitender Krankheitsverlauf
prägten Malerei und druckgrafisches Schaffen und verliehen
seiner Kunst einen anklagenden, düsteren, oft mystischen
Charakter. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Spanien kehrte
Walter Gramatté 1926 nach Deutschland zurück, wo er drei
Jahre später in Hamburg im Alter von nur 32 Jahren an einer
Tuberkuloseerkrankung starb. Die Nationalsozialisten stuften
seine Werke als sogenannte „Entartete Kunst“ ein.

Die vom Heimatverein Köpenick gestaltete weiße Porzellantafel befindet sich am Ehrengrab für Ferdinand Eckhardt, Sophie-Carmen Eckhardt-Gramatté und Walter Gramatté, Evangelischer Friedhof Berlin-Wilhelmshagen (Saarower Weg 51), Abt. C, Reihe 9.

 

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