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Blaue Infotafel mit Text und Bildern zum Volkspark Jungfernheide, dem Teich und Freibad.

Volkspark Jungfernheide Teichanlage und Freibad

Map Jungfernheideweg

VOLKSPARK JUNGFERNHEIDE

TEICHANLAGE UND FREIBAD

Der Volkspark Jungfernheide entstand zwischen 1920 und 1926 nach Plänen
des damaligen Charlottenburger Gartendirektors Erm Barth. Von Beginn an
galt die Jungfernheid als klassisches Beispiel der Volkspark-Bewegung, sie
stellt eines der bedeutendsten Berliner Freiraumprojekte der 1920er Jahre dar.
Der gesamte Park steht als Gartendenkmal unter Schutz

Den Jungfernheidereich mitsamt seiner zentralen Insel bildet den westlichen
Abschluss der großen Park Mittelachse. Das markante Erscheinungsbild des
Teiches war geprägt durch seinen symmetrischen Grundriss und die klaren
Uferlinien, untergliedert durch Versprünge des Ufers, die Raum für verschie-
denartig gestaltete Schmuckplätze boten. Die Uferwege um den Teich herum
besaßen Banknischen, möbliert nach Originalentwürfen von Erwin Barth.

Entlang des Ufers waren diverse Parkarchitekturen angesiedelt, die ganz im
Sinne des damals vorzufindenden Heimatschutz-Gedankens, regional typische
Bauweisen zeigten und damit gleichzeitig Lehrcharakter für die Parkbesucher
haben sollten. Die Bauten dienten als Regenunterstand, Sonnenschutz oder Ge-
rateraum, während die Insel mit einer Ruderbootanlage mit Steg und Kassen-
häuschen ausgestattet war.

Der Aushub, des Terches erfolgte unter Einsatz von Arbeitslosen als Notstands-
maßnahme, während die Stege und Unterstandsgebäude durch das Gartenamt
Charlottenburg errichtet wurden. Das Holz für die Bauten stammte zum Teil von
den für die Anlage des Parks zu fällenden Bäumen direkt vor Ort, ergänzt durch
Materialspenden der nahegelegenen Siemenswerke.

Das Freibad im westlichen Teil des Teiches war ein grundlegendes Element
des Nutzungsprogramms des Volksparks ganz im Sinne des Volksparkge-
dankens diente es der Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung. Ursprünglich besaß
es ein markantes, zweigeschossiges Restaurantgebäude, entworfen von den
Bauräten Hans Winterstein und Hollmann. Dieser Bau bildete gleichzeitig
den architektonischen Schlusspunkt der Park-Mittelachse, als Gegenüber für den
im Osten errichteten Wasserturm. Die ursprünglichen Gebäude wurden jedoch
im 2. Weltkrieg zerstört und in den 1960er Jahren durch Neubauten ersetzt.

Das Ensemble der Parkarchitekturen entlang der Teichufer hingegen ist heute
bis auf die Ruderanlage wieder vollständig erlebbar. Es wurde in den vergan-
genen Jahren nach den historischen Plänen wiederhergestellt, teilweise unter
Verwendung neuer Materialien, um die Brandgefährdung zu verringern.

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte. 

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Entwurfsplan von Gartendirektor Erwin Barth, 1924
[2] Planausschnitt: Badeanstalt und Ruderteich/Ejsbahn. 1924
[3] Freibad nut Umkleiden und Restaurantgebäude, um 1925
[4] Innenraum des Restaurants mit Wandmalereien:
badende und schlittschuhlaufende Tiere im Volkspark, um 1925
[5] Pavillon am südlichen Teichufer, um 1925
[6] Sitzpilz mit Rundbank und Reetdach am südlichen Teichufer, um 1925

 

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