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Volkspark Jungfernheide Freilichttheater
Map Vor dem Kulturbiergarten Jungfernheide
Volkspark Jungfernheide
Freilichttheater
Der Volkspark Jungfernheide entstand zwischen 1920 und 1926 nach Plänen
des damaligen Charlottenburger Gartendirektors Erwin Barth. Von Beginn an
galt 'Die Jungfernheide' als klassisches Beispiel der Volkspark-Bewegung. Sie
stellt eines der bedeutendsten Berliner Freiraumprojekte der 1920er Jahre dar.
Der gesamte Park steht als Gartendenkmal unter Schutz.
Die Idee, ein Gartentheater in den Volkspark zu integrieren, wurde im Jahr
1923 vom Jugendamt eingebracht und von Barth sogleich aufgegriffen. Die
Integration einer dem breiten Publikum offenstehenden Freilichtbühne griff
in idealer Weise den Volksgedanken auf, da sie den volkserzieherischen
Aspekten dieses Programms dienlich war. Bei seiner Planung, die er zunächst
als 'Naturtheater und Tanzplatz' bezeichnete, orientierte Barth sich an den an-
tiken Amphitheatern Griechenlands. Das Gartentheater wurde im August 1924
anlässlich des '1. Volks- und Kinderfestes im Volkspark Jungfernheide' eingeweiht
und erstmals bespielt. In der Folgezeit diente es nicht nur Theateraufführun-
gen, sondern bildete auch die Bühne für die Tanz-, Turn- und Musikvorstellungen.
Die gesamte Planung der Anlage einschließlich der Hochbauten entstammte der
Feder Erwin Barths und wurde unter Beteiligung von Notstandsarbeitern durch
das Gartenamt Charlottenburg realisiert. Gemeinsam mit dem Theater wurde ein
Kassen- und Eingangsgebäude errichtet, gefolgt von einem mit hohem Holz-
gitterwerk gerahmten Vorhof mit Regenunterstand, der als Versammlungsfläche
und Zuwegung zur Zuschauertribüne diente. Hier gingen seitlich die in Spangen-
form geführten Wege zum eigentlichen Theater ab, welches ca. 1.600 Sitzplätze
zählte. Die spannungssteigernde Wegeführung durch den dunklen Baum- und
Strauchbestand des Geländes wie auch der rückwärtige Abschluss des Bühnen-
runds mit Buchenhecken betonten den Charakter des Naturtheaters.
Der Vorhof war mit Sitzbänken und zwei ausgeständerten Pflanzschalen aus
Kunststein ausgestattet. Diese beiden Blumentröge mit ihren prägenden Widder-
köpfen an den Stirnseiten und die Sitzbänke sind neben dem Theaterrund selber
die einzigen Elemente, die bis heute im Original erhalten geblieben sind. Alle
Gebäudeteile werden dagegen im 2. Weltkrieg zerstört und im Laufe der Zeit
durch diverse Neubauten ersetzt. Die letzte Erneuerung bestand im Austausch
der Sitzlattung auf den Zuschauertribünen Ende der 1990er Jahre. Zu dieser Zeit
erhielt das Gartentheater den Namen 'Gustav-Böß-Freilichtbühne' und am Rand
des Vorhofs wurde eine Stele mit einer Böß-Büste aufgestellt.
Im Jahr 2004 bezog der 'Kulturbiergarten Jungfernheide' mit einem Restaurations-
betrieb den Vorhof des Gartentheaters. Seitdem wird das in den 1950er Jahren
errichtete Eingangsgebäude als Küchenraum genutzt, während die Unterkunfts-
halle aus den 1970er Jahren allseitig durch Wände geschlossen und zum Vorhof
hin mit Fenstern versehen wurde, um als Restaurant-Innenraum zu dienen.
Freilichttheater
Der Volkspark Jungfernheide entstand zwischen 1920 und 1926 nach Plänen
des damaligen Charlottenburger Gartendirektors Erwin Barth. Von Beginn an
galt 'Die Jungfernheide' als klassisches Beispiel der Volkspark-Bewegung. Sie
stellt eines der bedeutendsten Berliner Freiraumprojekte der 1920er Jahre dar.
Der gesamte Park steht als Gartendenkmal unter Schutz.
Die Idee, ein Gartentheater in den Volkspark zu integrieren, wurde im Jahr
1923 vom Jugendamt eingebracht und von Barth sogleich aufgegriffen. Die
Integration einer dem breiten Publikum offenstehenden Freilichtbühne griff
in idealer Weise den Volksgedanken auf, da sie den volkserzieherischen
Aspekten dieses Programms dienlich war. Bei seiner Planung, die er zunächst
als 'Naturtheater und Tanzplatz' bezeichnete, orientierte Barth sich an den an-
tiken Amphitheatern Griechenlands. Das Gartentheater wurde im August 1924
anlässlich des '1. Volks- und Kinderfestes im Volkspark Jungfernheide' eingeweiht
und erstmals bespielt. In der Folgezeit diente es nicht nur Theateraufführun-
gen, sondern bildete auch die Bühne für die Tanz-, Turn- und Musikvorstellungen.
Die gesamte Planung der Anlage einschließlich der Hochbauten entstammte der
Feder Erwin Barths und wurde unter Beteiligung von Notstandsarbeitern durch
das Gartenamt Charlottenburg realisiert. Gemeinsam mit dem Theater wurde ein
Kassen- und Eingangsgebäude errichtet, gefolgt von einem mit hohem Holz-
gitterwerk gerahmten Vorhof mit Regenunterstand, der als Versammlungsfläche
und Zuwegung zur Zuschauertribüne diente. Hier gingen seitlich die in Spangen-
form geführten Wege zum eigentlichen Theater ab, welches ca. 1.600 Sitzplätze
zählte. Die spannungssteigernde Wegeführung durch den dunklen Baum- und
Strauchbestand des Geländes wie auch der rückwärtige Abschluss des Bühnen-
runds mit Buchenhecken betonten den Charakter des Naturtheaters.
Der Vorhof war mit Sitzbänken und zwei ausgeständerten Pflanzschalen aus
Kunststein ausgestattet. Diese beiden Blumentröge mit ihren prägenden Widder-
köpfen an den Stirnseiten und die Sitzbänke sind neben dem Theaterrund selber
die einzigen Elemente, die bis heute im Original erhalten geblieben sind. Alle
Gebäudeteile werden dagegen im 2. Weltkrieg zerstört und im Laufe der Zeit
durch diverse Neubauten ersetzt. Die letzte Erneuerung bestand im Austausch
der Sitzlattung auf den Zuschauertribünen Ende der 1990er Jahre. Zu dieser Zeit
erhielt das Gartentheater den Namen 'Gustav-Böß-Freilichtbühne' und am Rand
des Vorhofs wurde eine Stele mit einer Böß-Büste aufgestellt.
Im Jahr 2004 bezog der 'Kulturbiergarten Jungfernheide' mit einem Restaurations-
betrieb den Vorhof des Gartentheaters. Seitdem wird das in den 1950er Jahren
errichtete Eingangsgebäude als Küchenraum genutzt, während die Unterkunfts-
halle aus den 1970er Jahren allseitig durch Wände geschlossen und zum Vorhof
hin mit Fenstern versehen wurde, um als Restaurant-Innenraum zu dienen.
Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.
Die Bildunterschriften lauteten entsprechend der Einbettung im Text:
[1] Entwurfsplan Freilichttheater von Gartendirektor Erwin Barth, 1923
[2] Turnvorführung im Freilichttheater, um 1926
[3] Eine der beiden bis heute im Original erhaltenen Pflanzschalen, um 1926
[4] Kassen- und Eingangshaus mit Gitterspalieren, um 1926
