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Ansicht Gedenktafel Umstrittene Würdigung - Hindenburgdamm

Umstrittene Würdigung - Hindenburgdamm

Map Ecke Hindenburgdamm / Schloßstraße sowie Ecke Hindenburgdamm / Königsberger Straße

UMSTRITTENE WÜRDIGUNG
Benannt 1914
Hindenburgdamm
Der Hindenburgdamm erinnert an Paul von Beneckendorff und
von Hindenburg (1847-1934). Zum Zeitpunkt der Benennung
im Ersten Weltkrieg hatte er das Oberkommando über die
deutschen Truppen an der Ostfront inne. Nach dem ihm zuge-
schriebenen Sieg in der „Schlacht von Tannenberg“ gegen
russische Truppen im August 1914 wurde er von breiten Teilen
der Bevölkerung als Kriegsheld verehrt.

Warum ist dieser Name problematisch?
Heute wird Hindenburg vor allem aufgrund seiner politischen
Laufbahn nach 1918 sehr viel kritischer beurteilt. Als Reichsprä-
sident der Weimarer Republik ernannte er am 30. Januar 1933
den Vorsitzenden der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichskanzler.
Durch diese Entscheidung ist sein Name untrennbar mit der
Errichtung der NS-Diktatur verbunden. Bis zu seinem Tod 1934
— und durch sein politisches Testament noch darüber hinaus —
unterstützte er Hitlers politischen Kurs.

Auf Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf wurden Ende August 2026 an drei Straßen des Bezirks Informationstafeln zur historischen Einordnung der jeweiligen Namensgeber angebracht. Die Tafeln informieren über die Hintergründe der Benennung, die Biografien der Namensgeber sowie heutige Kritik an deren Würdigung. Ergänzend zu den Kontextualisierungstafeln im Stadtraum stellt der Fachbereich Kultur digital Begleittexte bereit, der für Paul von Beneckendorff und von Hindenburg wurde von der Historikerin Prof. Dr. Anna von der Goltz verfasst und ist hier nachzulesen.  

Die Kontextualisierungstafeln stehen an beiden Enden des Hindenburgdamms: Ecke Hindenburgdamm und Schloßstraße sowie Ecke Hindenburgdamm und Königsberger Straße. 

Weitere Hinweistafeln befinden sich an der Gallwitzallee und im Weddigenweg.

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