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Informationstafel zur Tuilerien-Säule mit Text, historischen Fotos und Karten, umgeben von Pflanzen
Hohe antike Säule mit korinthischem Kapitell neben einer Mauer vor grünen Bäumen

Tuilerien-Säule

Map Inselstraße 8

Tuilerien-Säule

Der Unternehmer Friedrich Wilhelm
Wessel (1830-1898) erwarb 1882 die
Insel „Cladower Sandwerder“ (ab
1901 „Schwanenwerder“) und be-
gründete die Villenkolonie. Von den
Aussichtsplätzen, die Wessel zur Ver-
schönerung der Insel schuf, ist nur
der mit der 1884 errichteten Tuile-
riensäule erhalten geblieben. Ihr Na-
me erinnert an das Königsschloss in
Paris, das ,,Palais des Tuileries » (1564-
1871). Bei den Kommuneaufständen
1871 durch ein Feuer zerstört, wurde
die ausgebrannte Ruine des Tuile-
rienschlosses 1883 teilweise abge-
brochen. Brauchbare, bauplastische
Fassadenteile gelangten in den Han-
del und Wessel erwarb elf Kalkstein-
Fragmente. Sie wurden mit Klinkern
zu einem Monument in Form einer
künstlichen Ruine zusammengefügt.
Ursprünglich in eine Grünanlage ein-
gebunden, steht die Tuilerien-Säule
heute in einer 1923 angelegten Aus-
buchtung des Bürgersteigs.
Bei Kriegsende 1945 kam es zu dem
Missverständnis, die Säule sei mög-
licherweise eine preußische Kriegs-
beute von 1871 und solle nach
Frankreich zurückgeführt werden.
Es gelang jedoch, den französischen
Militärs zu vermitteln, dass die Frag-
mente korrekt erworben waren, wor-
auf die Säule auf Schwanenwerder
verblieb.
Seit 1956 steht die Tuilerien-Säule
unter Denkmalschutz; eine nötige
Restaurierung unterblieb, so dass
sich ihr baulicher Zustand in den
Folgejahren weiter verschlechterte.
Dank des Engagements der v.-Hin-
ckeldey-Stiftung Berlin und unter
Beteiligung des Landesdenkmalamts
Berlin begann 2002 die Restaurie-
rung der Säule. Wiederhergestellt
wurden zudem die Platzpflasterung
sowie die Sichtbeziehungen: Seit
dem Abschluss der Restaurierungs-
arbeiten im Herbst 2003 öffnet sich
vom Platz wieder die attraktive Sicht
auf die Havel und das gegenüber-
liegende Ufer mit dem Grunewald- Turm.

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[ 1] Gesamtansicht der Tuilerien-Säule,
April 2002 (Messbildstelle GmbH)
[2] Geschädigte Reliefplatte mit Schlangen
(Absandungen und Fehlstellen) vor
der Restaurierung, Mai 2002
[3] Reliefplatte mit Schlangen nach
der Restaurierung, 2003
(Restauratorengemeinschaft Der Steinhof)
[4] Parzellierungsplan der Insel Schwanen-
werder, um 1900; unten links: Standort der
Tuilerien-Säule (Brandenburgisches-
Landeshauptarchiv Potsdam)
[5] Fassadendetail des zerstörten Tuilerienschlosses,
vor 1883 (aus: Pérouse 2000)

Angaben zu genutzten Quellen, Autorenschaft und Impressum:
Impressum
Idee, Finanzierung:
v.-Hinckeldey-Stiftung Berlin
Landesdenkmalamt Berlin
Konzeption, Redaktion, Layout:
HORTEC Berlin, März 2017
 

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