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Synagoge im Jüdischen Altersheim

Iranische Straße 3

זכר הצדיק לברכה
Aus Teilen unserer im Jahre 1938 von ruchloser Hand
zerstörten und niedergebrannten Gotteshäuser
hat unser Heimleiter
Leo Fiedler
in Liebe zum Glauben seiner Väter
diese Synagoge wieder herstellen lassen.
Sie sei gewidmet dem Andenken
unserer in den Konzentrationslagern
ermordeten Schwestern und Brüdern.
Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Carl Busch. Dr. Hans-Erich Fabian
Julius Meyer. Erich Nelhans[!]
Dr. Hans Münzer
Berlin, den 3. Juni 1946

Die Einweihung des Gotteshauses erfolgte in Anwesenheit des französischen Militär-Gouverneurs von Berlin, General Lancon, dem Kommandanten von Wedding, Oberst Devraux, Oberbürgermeister Dr. Arthur Werner und neben vielen Vertretern der Jüdischen Gemeinde Rabbiner Martin Riesenburger, der „in einer eindrucksvollen Rede ... der Millionen Opfer des jüdischen Volkes [gedachte], der Mütter und Väter, die einst als Insassen des Altersheims hier zu ihrem Gotte gebetet hatten und aus der Stille ihres Lebensabends von Unmenschen verschleppt und ermordet wurden". (Der Weg, Nr. 15, 7.6.1946)

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