Spartakuskämpfer
Map Möllendorffstraße 4-5
[linke Tafel]
RUDOLF LEBEDE
GEORG PORMANN
GUSTAV SCHNICK
JULIAN KUKLINSKY
KARL FRIEDRICH
[rechte Tafel]
FRITZ GAST
ALBERT GAST
ERICK RENK
3 UNBEKANNTE
MATROSEN
Die „Blutmauer“ erinnert an die Ereignisse der Novemberrevolution 1919 . Dort stehen die Namen von Matrosen und Zivilsten, die am 12. und 13. März 1919 durch Angehörige des Freikorps Lüttwitz auf und vor dem damaligen Friedhof an der jetzigen Stelle des Gedenkens ermordet wurden. Bereits in den 1920er Jahren war an gleicher Stelle ein Gedenkort entstanden, der aber nach 1933 entfernt worden war. Die heutigen Gedenktafeln Tafeln wurdenerstmals zum 40. Jahrestag der Ereignisse am 12.3.1959 enthüllt. 2021 wurden die Tafeln restauriert und am 21. September 2021 neu eingeweiht.
Zum Gedenken schreibt Willi Wohlberedt (Teil IV, S. 379): „Nahe dem Eingange zum Friedhof von der Möllendorffstraße befand sich seit Juni 1920 an dem breiten Giebel, rechter Hand, des benachbarten Wohnhauses in geringer Höhe eine schlichte Tafel mit der Inschrift: ‚Dem Andenken der durch die Reichswehr am 12. u. 13. März standrechtlich erschossenen Opfer.‘ Diese Tafel wurde 1933 entfernt, im Jahre 1945 wieder erneuert, aber von ruchlosen Händen nochmals zerstört. Nach Mitteilung des Bürgermeisters Schalkowski vom Bezirksamt Lichtenberg sind die Erschossenen auf dem Zentralfriedhof in Abt. 62b beigesetzt worden.“
Danach handelt es sich bei dem Stein für Fritz und Albert Gast auf dem Parkfriedhof Marzahn, Wiesenburger Weg, um einen reinen Gedenkstein (so auch Hans Maur, Gedenkstätten der Arbeiterbewegung in Berlin-Lichtenberg, S. 17, Anna Dora Miethe, Gedenkstätten, S. 57, schreibt von "Grabstätte" in Marzahn).
Die Gedenktafeln befinden sich in der Grünanlage Möllendorffstraße zwischen Rathaus Lichtenberg und Frankfurter Allee, an der rekonstruierten alten Friedhofsmauer Lichtenberg.


