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Metalltafel mit englischem Text zur Kunstinstallation 'Sol Calero La Ventana (Das Fenster / The Window), 2021', die zwei Ausblicke auf Berge und das Meer zeigt und kulturelle Einflüsse thematisiert
Bunte Mosaikwand mit abstraktem Muster neben einer Wandtafel mit Text in einem Treppenhaus
Treppenhaus mit roten Stufen, bunte Mosaikwand links und farbenfrohe Deckenmalerei

Sol Calero - La Ventana

Map Friedrichstraße

Sol Calero
La Ventana, (Das Fenster / The Window), 2021

Sol Calero's commission for Ausgang Friedrichstrasse
presents two views of the same scene: the view through
a window looking out to the mountains and the sun; and a
view from the outside of the house looking inwards. The
scene is inspired by the artist's visits to Los Roques, an
archipelago north of Caracas, Venezuela where Calero grew
up. The archipelago bears the legacies of colonialism, and
the picturesque houses — such as the one depicted here
— present a combination of European, indigenous South
American and Afro-Caribbean influences. Calero uses the
hybrid architecture and its luscious setting to create a
vision of paradise; a vision that in the context of current
travel restrictions becomes even more tantalising and
unreachable. At the same time, the fragmented image, with
its vivid and alluring colours and hints of recognisable forms
is destined to remain a puzzle, challenging us to decipher
what we see and desire.
Curated by Ruth Ur, this is the second edition of Ausgang
Friedrichstrasse. Each year a Berlin-based artist is invited
to create a site-specific work for these twin spaces. This
commission for Deutsche Bahn’s Station&Service has been
realised in partnership with Villeroy & Boch.

Sol Caleros Installation im Ausgang Friedrichstraße zeigt
eine Szene aus zwei unterschiedlichen Perspektiven:
ein Blick durch ein Fenster auf eine sonnenbeschienene
Berglandschaft sowie die Gegenansicht auf die Außenseite
des Hauses und den Innenraum. In ihrer Arbeit bezieht sich
die Künstlerin auf die Landschaft bei Los Roques, einem
Archipel nördlich von Caracas, Venezuela, in der sie selbst
aufgewachsen ist. Die Landschaft ist geprägt durch die
Geschichte des Kolonialismus. Die malerisch wirkenden
Häuser entstanden durch die Kombination aus europäischen,
indigenen südamerikanischen und afrokaribischen
Einflüssen. Für Calero stellt die hybride Architektur der
Häuser, eingebettet in eine tropische Landschaft, eine
Vision des Paradieses dar – eine Vision, die im Kontext der
aktuellen Reisebeschränkungen noch verlockender und
unerreichbarer erscheint. Gleichzeitig ist das fragmentierte
Bild mit leuchtenden und verlockenden Farben und
Andeutungen erkennbarer Formen dazu bestimmt, ein
Rätsel zu bleiben und den Betrachter herauszufordern,
sowohl das Gesehene als auch das Begehrte zu
entschlüsseln.
Kuratiert von Ruth Ur, ist dies die zweite Ausgabe von
Ausgang Friedrichstraße. Jedes Jahr wird ein in Berlin
ansässiger Künstler bzw. eine Künstlerin eingeladen, eine ortsspezifische
Arbeit für diese Zwillingsräume zu schaffen. Dieser Auftrag
für DB Station&Service wurde in Zusammenarbeit mit
Villeroy & Boch realisiert.

2019 wurde urKultur von DB Station&Service beauftragt, ein Konzept für die als „Ausgang Friedrichstraße“ bezeichneten Flächen im Bahnhof Friedrichstraße zu entwickeln. Da die beiden gegenüberliegenden Wände nicht gleichzeitig sichtbar sind, entstand die Idee eines künstlerischen Dialogs zwischen den beiden Räumen – entweder zwischen zwei Kunstwerken oder zwischen zwei Künstler*innen. Die Installationen werden jeweils temporär präsentiert. Sol Caleros La Ventana ist 2026 zu sehen.

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