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Ansicht Gedenktafel Schlosspark Köpenick und "Wunderaloe"

Schlosspark Köpenick und "Wunderaloe"

Map Schlossinsel 1

Der Schlosspark und
die »Wunderaloe« von 1712
Der kleine Schlosspark im südlichen Bereich der Insel entstand
gegen 1690 als Barockgarten.
Im Sommer 1712 blühte hier eine fast zehn Meter hohe Aloe
(Agave americana), an deren 44 Ästen man 7277 Blüten zählte.
Zahlreiche Gäste von Rang bestaunten diese »Wunderaloe«, da-
runter der russische Zar Peter der Große. Über der exotischen
Pflanze war aus Holz und Glas ein imposanter ›Aloe-Thurm‹
errichtet worden, der zeitweilig die Silhouette der Schlossinsel
prägte. Der Kupferstich von Johann Georg Wolffgang stellt die
legendäre Köpenicker Aloe in fiktiver Weise frei stehend vor
einem Entwurf der Südfassade des nicht ausgeführten Corps de
Logis dar.
Das im Norden seltene Naturereignis der Blüte einer Aloe wurde
sowohl als Allegorie auf die Geburt des Kronprinzen Friedrich [II.]
Am 24. Januar 1712 wie auch auf den Tod Königs Friedrichs I. am
25. Februar 1713 gedeutet.
Nach 1804 ist der Schlossgarten unter dem Grafen von Schmet-
tau zu einem Landschaftspark umgestaltet worden. Die letzte,
stark in den gewachsenen historischen Bestand eingreifende
Überformung erfuhr der Park in den Jahren 1963/64.

Auf der Stele am Rande des Schlossparks ist rechts oben der beschriebene Kupferstich von Johann Georg Wolffgang abgebildet.

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