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Rudolf Belling

Rudolf Belling

26.8.1886 – 9.6.1972

Erkelenzdamm 25

BERLINER GEDENKTAFEL

Geburtshaus von
RUDOLF BELLING
26.8.1886 – 9.6.1972
Der Bildhauer gehörte seit 1918 der expressionistisch
und konstruktivistisch orientierten »Novembergruppe«
in Berlin an und war von 1931 bis zum Ausschluss 1937
Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste.
Im selben Jahr emigrierte er in die Türkei
und lehrte bis 1966 in Istanbul an der dortigen
Kunstakademie und der Technischen Universität.

Gefördert durch die GASAG AG

Rudolf Belling zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Klassischen Moderne. Bellings vielseitiges Schaffen umfasst abstrakte wie gegenständliche Kunstrichtungen und lässt sich kaum einer Gattung zuordnen. Er arbeitete bühnenbildnerisch für Max Reinhardts Kammerspiele des Deutschen Theaters in Berlin, gestaltete Innenräumen und Denkmäler. Seine berühmten „Moden-Plastiken“ erscheinen
heute als Vorläufer moderner Schaufensterfiguren. Belling war Teil des Berliner Arbeitsrats für Kunst und der progressiven Novembergruppe – beides Künstlergruppen, die maßgeblich das Bauhaus beeinflussten und deren revolutionäres Auftreten die Kunstwelt der Weimarer Republik prägte.

Von den Nationalsozialisten diffamiert und aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, emigrierte Rudolf Belling 1937 in die Türkei, wo er Professor an der Kunstakademie in Istanbul wurde. 1966 kehrte er im Alter von 80 Jahren nach Deutschland zurück und verstarb 1972 in Krailling bei München.

Die Berliner Gedenktafel wurde am 11.8.2021 angebracht und am 26.8.2021 – zu Bellings 135. Geburtstag – im pandemiebedingt sehr kleinen Kreis eingeweiht. Angereist aus München war Elisabeth Weber-Belling, die Tochter von Rudolf Belling.

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