Ronald M. Schernikau
Map Cecilienstraße 241
und uns ihr zu wenden.
Ronald M. Schernikau (11.7.1960 - 20.10.1991)
In diesem Haus lebte der Schriftsteller Ronald M. Schernikau
vom 1. September 1989 bis zu seinem Tod. Hier vollendete
er seinen alle Grenzen sprengenden, posthum erschienenen
Berlin-Roman LEGENDE.
Die Gedenktafel wurde am 6. September 2014 am letzten Wohnort des Schriftstellers eingeweiht. Finanzierung und Montage übernahm die Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“. Zur Einweihung sprachen Hellersdorfs Kulturstadträtin Juliane Witt und Kultursenator Klaus Lederer.
Schernikau lebte von 1989 bis zu seinem Tod 1991 in der damals nach Politbüromitglied Albert Norden benannten Straße, heute Cecilienstraße.
Ronald M. Schernikau, geboren 1960, wuchs in Lehrte bei Hannover auf. 1980 zog er zum Studium nach West-Berlin, wo er unter anderem als Teil des Tuntenensembles „Ladies Neid“ auftrat. Von 1986 bis 1989 studierte er am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig, seine Abschlussarbeit trug den Titel „die schönheit von uwe. die losung 43 und der spass der imperialisten. darüber, daß die ddr und die brd sich niemals verständigen können. geschweige mittels ihrer literatur“. Kurz vor dem Fall der Mauer trat Schernikau noch der SED bei und nahm die Staatsbürgerschaft der DDR an.
Seine literarische Bekanntheit erlangte Schernikau bereits mit seinem Debüt „kleinstadtnovelle“ (1980), das vom Coming-out eines schwulen Jugendlichen in der Provinz handelt. Sein bedeutendstes Werk, der Roman „legende“, wurde erst posthum veröffentlicht, vollendet hat er ihn hier, an der Adresse der Gedenktafel. Schernikau starb an den Folgen einer HIV-Infektion, sein Grabstätte liegt auf dem Friedhof Georgen-Parochial II, Abteilung 52, Reihe 02, Grabstelle 16.
