Peter Joseph Lenné
Map Ebertstraße
Die Gartenkunst in Preußen hat im 19. Jahr-
hundert wesentlich Peter Joseph Lenné
während seiner 50jährigen Tätigkeit unter
drei preußischen Königen geprägt. 1816
beginnt seine Arbeit in den Gärten von
Sanssouci. Im Auftrag König Friedrich
Wilhelm III. verwandelt er die von der seen-
artig erweiterten Havel umflossene Insel
Potsdam in eine großartige Parklandschaft
- mit der Pfaueninsel im Norden, Caputh im
Süden, Babelsberg und Glienicke im Osten
und Werder im Westen. Die Gestaltung die-
ses Opus magnum beschäftigt den General-
direktor der königlich-preußischen Gärten
bis an sein Lebensende.
Von 1830-40 arbeitet Lenné in Berlin an der
Um- und Neugestaltung des Großen Tier-
gartens. 1839 entsteht sein Berliner Wohn-
haus in der Lennéstraße 1 nach Entwurf
von Ludwig Persius; das Grundstück war
ein Geschenk des Königs. Persius stellte das
Wohnhaus als Point de vue in die Achse der
von Lenné selbst aufgepflanzten vierreihi-
gen Lindenallee; dieser Lennésche Baum-
saal ist 1992 wieder angepflanzt worden.
1840 überträgt ihm der neue König Fried-
rich Wilhelm IV. städtebauliche Planungen
für das sich zu einer Großstadt entwickelnde
Berlin. Lennés vorgelegter Entwurf der
Projektierten Schmuck- und Grenzzüge
von Berlin mit nächster Umgebung" bildet
den Ausgangspunkt der modernen Berliner
Stadtplanung. Bis heute sind die visionären
Lennéschen Planungen im Stadtbild Berlins
präsent, u.a. Landwehrkanal, Humboldt-
hafen und Spandauer Schifffahrtskanal,
Luisenstädtischer Kanal mit Engelbecken,
Oranien- und Mariannenplatz. Unter James
Hobrecht wird später Lennés sogenannter
Generalszug, eine vierreihige breite Allee
vom Südstern bis zum Wittenbergplatz,
größtenteils umgesetzt.
Landscape gardening in nineteenth cent-
tury Prussia was dominated by Peter Joseph
Lenné - he worked for fifty years under
three Prussian kings. He began in 1816
with the gardens of Sanssouci palace. At
the request of King Friedrich Wilhelm III. He
transformed the island of Potsdam, which is
surrounded by the River Havel, into a splen-
did landscape of parks, with Peacock Island
in the north, the villages of Caputh in the
south, Babelsberg in the east, and Werder
in the west. The design of his magnum opus
occupied Lenné, Director-General of the
royal Prussian gardens his entire life.
From 1830 to 1840 Lenné worked on rede-
signing Berlin's Grosser Tiergarten park. In
1839, his house in Berlin at Lennéstrasse 1
was built to plans by Ludwig Persius; the
plot of land was given to Lenné by the King.
Persius sited the house as the point de vue
on the axis of the avenue with its four rows
of linden trees that had been planted by
Lenné; the original rows were replanted in
1992.
In 1840, the new King Friedrich Wilhelm IV.
entrusted Lenné with the urban planning
for the city of Berlin, which was fast devel-
oping into a metropolis. His design is the
starting point and foundation for modern
Berlin urban planning. To this day, Lenné's
visionary plans are present in the cityscape
of Berlin, for example, in the waterways of
the Landwehr Canal, Humboldthafen and
Berlin-Spandau Ship Canal; the Luisenstadt
Canal with its ornamental pool, the Engel-
becken; Oranienplatz and Mariannenplatz
squares.
Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.
Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Porträt P. J. Lenné, Lithographie von Friedrich Jentzen
nach einer Zeichnung von Franz Krüger, 1837
Portrait of PJ. Lenné, lithograph by Friedrich Jentzen
after a drawing by Franz Krüger, 1837
[2] Wohnhaus von P. J. Lenné, Lennéstraße 1, 1842 (Zeichnug Eduard
Gärtner, Sammlung Museum Berlin)
P.J. Lennés house, Lennéstraße 1, 1842 (drawing by Eduard Gärtner,
Märkiscches Museum Berlin Collection)
[3] Der von Lenné gestaltete Wasserzug im Tiergarten, um 1935 (aus:
Gerhard Hinz, Peter Joseph Lenné, 1937)
The artificial watercourse designed by Lenné in the Tiergarten, ca.
1935 (in: Gerhard Hinz, Peter Joseph Lenné, 1937)
[4] Berlin, Bebauungsplan für das Köpenicker Feld mit Luisenstädtischem Kanal, 1841
(Fotoarchiv Landesdenkmalamt Berlin)
Berlin, development plan for the Köpenicker Field showing the Luisenstad Canal, 1841 (Photo
Archive, Berlin Monument Authority)
[4] Verschönerungs-Plan von Lenné für den südöstlichen Teil des Tiergartens, 1836
Lenné's plan for improving the southeastern part of the Tiergarten, 1836 (Landesarchiv Berlin)
Angaben zu genutzten Quellen, Autorenschaft und Impressum:
Impressum
Landesdenkmalamt Berlin,
Gartendenkmalpflege
Denk mal an Berlin e.V.
Konzeption/Redaktion/Layout:
HORTEC Berlin, Dezember 2016

