Monbijoupark
Map Monbijoupark
Eingerahmt von der Spree, dem Stadtbahn-
viadukt, der Oranienburger- und Monbijou-
Straße bildet der Park den Rest des kurfürst-
lichen Vorwerkes vor dem Spandauer Tor
aus dem 16. Jahrhundert. Bereits 1598 wird
ausdrücklich ein „Viehhof der Kurfürstin vor
dem Spandauer Tore" genannt. Nach Beseiti-
gung der Folgen des Dreißigjährigen Krieges
ab 1649 in diesem Bereich erhielt die Kur-
fürstin Luise Henriette von ihrem Ehemann,
dem Großen Kurfürsten, ein umfangreiches
Gelände zum Geschenk, das durch Land-
käufe bis hin zum heutigen Humboldthafen
noch erweitert wurde. Nach dem Tod Luise
Henriettes 1667 ging das Vorwerk 1670 an
die zweite Gemahlin des Großen Kurfürsten,
Dorothea. Diese nutzte das Gelände weiter
landwirtschaftlich. Ihre Nachfolgerin, Sophie
Charlotte, jedoch begann zwischen 1691 und
1698 große Teile des Geländes zu parzellie-
ren und an „Private" zu Bebauungszwecken
zu verkaufen.
Die älteste Schlossbeschreibung aus dem
Jahre 1710 stammt von Eosander von Göthe
(aus „Das Königliche Schloß Monbijou in
Berlin bis zum Tode Friedrich des Großen“
von Paul Seidel):
“Ihro Majestät der König bewiesen
auch öfters Dero allergnädigste Erkänntlich-
keit gegen Dero treuere Diener, sie verehr-
ten Seiner Fxellentz den Herrn Grafen von
Wartenberg, Königl. Premier Minister, ei-
en Platz in der Vorstadt von Berlin an der
Spree, nebst denen dazu benöthigten Mate-
alien, um all dort ein Lust Haus zu bau-
en, damit er bisweilen sein Gemüth, wel-
ches von vieler großen Geschäfften fatigieret
(ermüdet, verbraucht) ward, daselbst in et-
was ausruhen möchte, den Dessin lies-
sen Ihro Majestat von gedachten Dero
Surintendant und Brigadier projectiren, wel-
cher auf einen so kleinen Platz, mit so gro-
ßer Geschcklichkeiteit ausgesponnen war,
dass niemahlen kein Lust- und Garten-Haus
mehr Approbation (Beifall) gefunden hat als
eben dieses dahero selbigen auch den Namen
Monbijoux (mein Schmuckstück) beigelegen
worden, und man also selbiges würdig geach-
tet, dem curieusen (wissbegierigen, neugieri-
gen) Leser die Beschreibung und Dessin dazu
mitzuteilen.
Im April 1706 kaufte Graf Wartenberg (1643-
1712) das kurfürstliche Vorwerk. 1710 fiel
er in Ungnade, das Gelände mit Haus an den
König Friedrich L. Sein Nachfolger, Friedrich
Wilhelm 1., schenkte das Anwesen seiner
Schwiegertochter, Kronprinzessin Sophie Do-
rothea. Diese, die Mutter Friedrich II., nutzte
das Schloss, dessen Eingang zu der Zeit an der
Oranienburger Straße (gegenüber den heuti-
gen Hausnummern 17/18) lag, über 46 Jah-
re während der Sommermonate. Ständig ließ
sie das Schloss erweitern, u.a. auch von dem
königlichen Baumeister Georg Wenzeslaus
von Knobelsdorff (1699-1753) und gestalte-
te den Garten der Zeitmode entsprechend.
Vom 19. bis 23. September 1717 weilte wäh-
rend eines Berlin-Besuchs der russische Zar
Peter 1. mit Gefolge im Schloss. Über diesen
Besuch berichtete die Schwester Friedrich II.,
Prinzessin Wilhelmine (gekürzt): „Nach der
Abreise des Besuches sah es im Schloss aus
wie in Jerusalem nach der Zerstörung. Nie
sah ich Ähnliches. Alles war so zu Grunde ge-
richtet, dass die Königin gezwungen war, fast
das ganze Haus neu aufbauen zu lassen."
Nach dem Tod seiner Mutter ließ Fried-
rich II. ihren Nachlass, ungeheure Mengen
künstlerischer und kunstgewerblicher Dinge,
sorgfältig inventarisieren. Danach duldete er
keinerlei Veränderungen und Bewohner am
und im Hause.
Erst unter seinem Nachfolger Friedrich Wil-
helm II. nutzte dessen zweite Gemahlin
Friederike ab 1769 das Schloss. Sie nahm den
damals 15jährigen Adalbert von Chamisso
als Pagen in ihre Dienste.
Chamisso wird Offizier, Weltumsegler, Bo-
taniker (u.a. ist er auch Kustos des Berli-
ner Botanischen Gartens) und Dichter. Er
verfasste zahlreiche Gedichte, Erzählungen
und Reisebeschreibungen. (Denamal auf dem
Monbijouplatz)
1798/90 errichtete Unger am Monbijou-
platz/Überfahrtsgasse ein Torgebäude. Hier
wohnte von 1815 bis 1837 der Bruder der
Königin Luise, Herzog Karl von Mecklen-
burg-Strelitz. Dieser richtete in einem der
Torflügel ein Theater ein, im anderen war die
Hofapotheke. Herzog Karl und der spätere
König Friedrich Wilhelm IV. waren Goethe-
Verehrer. Sie brachten am 24. Mai 1820 in dem
Theater Goethes Faust zur Uraufführung.
Musik zum Stück hatte der Fürst Radziwill
komponiert. Schauspieler waren Angehörige
des königlichen Hofes, Carl Zelter berichtete
Goethe darüber ausführlich schriftlich.
Nach dem Tod der Königin Friederike 1805
stand der Garten allen Besuchern offen. An
den Parkrändern entstand umfangreiche
Wohnbebauung, vornehmlich für Hofbe-
amte. Im Park erfolgte nach Plänen des kö-
niglichen Architekten Friedrich August Stü-
ler (1800-1865) ab 1854 die Errichtung des
Domkandidatenstifts mit gelber Ziegelfassa-
de. In die Südostecke des Parks an der Über-
fahrtgasse wurde eine Halle für Ballspiele ge-
baut, das Spiel- oder Ballhaus.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Schloss-
flügel kurzzeitig für eine Kompanie des 14.
Infanterie-Regiments freigemacht.
Im Schloss wurden 1815 Kunstsammlun-
gen untergebracht. 1816 kamen die ersten
in Paris gefertigten Gipsabgüsse nach Anti-
ken hierher und die ägyptischen Altertümer
des Herrn von Minutoli, der Grundstock des
Ägyptischen Museums.
Am 22.3.1877, dem 80. Geburtstag Kaiser
Wilhelm 1., wurde hier das Hohenzollern-
Museum eröffnet.
Am 21. November 1885 wurde im Park die
„englisch-protestant che Kirche St. Georg“
eingeweiht, erbaut nach einem Entwurf des
Architekten Julius Carl Raschdorff (1823-
1914). Am 25. April 1888 besuchte die eng-
lische Königin Viktoria (1837-1901) diese
Kirche, später auch die englischen Könige
Edward VII. (1901-07) und Georg V. (1910-
36).
1892 wurde während des Domneubaus für
diesen eine Interimskirche im Park entlang
der Oranienburger Straße von Raschdorff ge-
baut. Während des Abbaus dieser Zwischen-
lösung 1905 wurde die Monbijoustraße an-
gelegt.
1927 wurde das Denkmal „Kaiserin Augus-
ta" vom Opernplatz (Bebelplatz) in den Park
versetzt. Die 2,10 m hohe Marmorstatue,
geschaffen von dem Bildhauer Fritz Schaper
(1841-1919), stellte die Kaiserin sitzend auf
einem 2,60 m hohen rötlichen Kalksteinso-
ckel dar. Das Denkmal war am 21.10.1895
enthüllt worden. Eine Abtragung des Schlos-
ses Monbijou war bereits in den 1930er Jah-
ren erwägt worden. (Speer-Planungen für
die Umgestaltung der Reichshauptstadt).
Die Kriegsereignisse in den Jahren 1943-1945
führten zur Teilzerstörung des Schlosses und
des Domkandidatenstiftes. Die Wohnbauten
entlang der Oranienburger Straße, die An-
glikanische Kirche, die Torbauten und der
größte Teil des Baumbestandes wurden weit-
gehend zerstört. Die Frauenklinik der Hum-
bold-Universität nutze während der letzten
Kriegstage 1944 - 1945 im Park einen Tief-
bunker als Not-Operationsstelle
In Nähe des Bunkers wurden 1951 Atelier-
häuser für die Kunsthochschule Weißensee
gebaut, in denen auch der Graphiker Arno
Mohr ein Atelier hatte. Die Kunsthochschule
nutzte diese Gebinde bis 2011. Nach Besei-
tigung der Ruinen wurde der Park Ende der
1950er Jahre neugestaltet. Ein Wiederaufbau
des Schlosses wurde ausgeschlossen, 1960
wurden auf diesem Gelände ein Kinderbad.
eine Freizeitspielstätte und eine Gaststätte
gebaut. Der Park wurde für kulturelle und
sportliche Veranstaltungen genutzt.
Einer Schließung des Kinderbades aus Kos-
tengründen um 1998 traten Bürgerproteste
und Anwohnerdemonstrationen entgegen.
Es erfolgte eine Grundsanierung bis zur Wie-
dereröffnung im Jahr 2000. Eine umfang-
reiche Sanierung des Packs nach historischem
Vorbild begann 2005, dabei wurden 90 Bäu-
me und 5.000 Sträucher gesetzt. Ergänzun-
gen für moderne Nutzungen kamen hinzu,
Rodelhügel, Street- und Beachvolleyballflä-
chen. Die Grünflächen wurden zunehmend
zu Liegewiesen für Sonnenhungrige. Ab
2004 erfolgte die Instandsetzung der Uferbe-
festigung und eines neuen Uferweges. Schon
2001 hatte sich die Strandbar Mitte als erste
ihrer Art in Berlin eingerichtet und in den
Sommermonaten viele Gäste angelockt. Mit
ihr hielt auch des „Hexenkesseltheater" Ein-
zug im Parkteil an der Monbijoubrücke. Dazu
kamen zwei sogenannte Märchenhütten auf
dem ehemaligen Bunkerbau. Die Monbijou-
brücke wurde ebenfalls in mehrjähriger Bau-
zeit rekonstruiert und 2008 wieder eröffnet.
Die nordwestliche Parkecke erhielt 2007 eine
Eisengussschale als Brunnen, entworfen von
Jasper Halfmann In dem vom Stadtbahn-
bau 1882 abgetrennten Parkteil südlich des
Bahnviadukts stand von 1895 bis 1934 das
große Gebäude des Circus Busch. Die nati-
onalsozialistischen Behörden erteilten zuerst
Nutzungsverbot und ordneten dann 1934
den Abriss an. Die Grünanlage erhielt 2007
den Namen „James-Simon-Park" mit Bezug
auf die gegenüberliegenden Museen der Mu-
seumsinsel mit den vielen Kunstobjekten des
großen Mäzens James Simon. Eine künstle-
rische Gestaltung dieses Parkbereichs steht
noch aus.
Die neue englische Kirche im Schloss-
Garten ,,Monbijou" in Berlin
(aus Zeitschrift für Bauwesen 1886)
Das neue Gotteshaus verdankt die Berliner
Gemeinde der englischen bischöflichen Kir-
che und den erfolgreichen Bemühungen der
Kronprinzessin des Deutschen Reich und
von Preußen, Princess Royal von Großbri-
tannien und Irland. Die hohe Stifterin be-
schaffte die erforderlichen Mittel für den Bau
sowohl, als auch für den Unterhalt des Geist-
lichen, erhielt von Seiner Majestät dem Kai-
ser den außerordentlich schönen Bauplatz im
nordwestlichen Theile des Monbijougartens
und betraute mit den Bauentwürfen und der
Ausführung den Unterzeichnenden.
Die Kirche sollte für 300 bequeme Sitzplätze
eingerichtet werden unter Berücksichtigung
der englischen Anschauung und Gewohn-
heit bezüglich der Raumanordnung und des
Aufbaus. Die Lösung ist aus der beigegebe-
nen Ansicht und dem Grundriß, sowie aus
den Darstellungen im Atlas ersichtlich.
Die Anlage ist zweischiffig, mit neun Meter
weitem Hauptschiff und einem schmalen
Seitenschiff an der Nordseite; vier, durch gra-
nitne Säulen getrennte Spitzbogenöffnungen
verbinden die beiden Schiffe. Oestlich legt
sich der rechtwinklig geschlossene hohe Chor
an, dem zu Seiten der Orgelraum und die
Sacristei angeordnet sind; an der Westseite
des Hauptschiffes liegt die Vorhalle mit dem
Haupteingange und an der Südseite ein Aus-
bau mit dem Gestühl für die Kronprinzessin.
Sämtliche Eingänge ergaben sich, abhängig
von der Anfahrt wegen des Schloßgartens, an
der Südseite der Kirche.
Das Äußere zeigt einen aus dem Grundriß
entwickelten, malerisch gruppierten Aufbau
mit einem schlanken Dachthurm. Die archi-
tektonischen Gliederungen sind in hellgrau-
em Sandstein, die mäßig hohen glatten Mau-
ern in cyklopischen Bruchsteinverbande aus
gesprengten Granitfindlingen hergestellt.
Der Dachthurm, ebenso das Vordach des
Haupteinganges zeigen Holzconstruction,
während das Vordach des Einganges für die
Höchsten Herrschaften aus Schmiedeeisen
hergestellt ist. Die Dachflächen mit Aus-
nahme des flachen Holzcementdaches über
der westlichen Vorhalle, sind mit Schiefer
in mehrfarbiger reicher Musterung in Kup-
ferhaken eingedeckt. Die krönenden Spit-
zen, Kreuzblumen und Kantblätter bestehen
aus getriebenen Zink. Das Innere der Kir-
che reicht nach der Höhe durch den ganzen
Dachraum, und infolge davon ist die Raum-
wirkung bedeutender, als sich nach dem Aus-
bau vermuten läßt. Der Fußboden der Kirche
ebenso die Wandbekleidung im hohen Chor, in
reichen Mustern aus englischen Majolicaplatten
hergestellt, sind ein Geschenk der berühmten
englischen Fabrik von Minton. Die glattver-
putzten Wände sind einstweilen in grauem
Ton gehalten und mit weißen und schwarzen
Linien gequadert; sie zeigen im unteren Theile
die Nachahmung eines Stoffbehanges in brau-
ner Farbe und schließen nach oben in farbi-
gen Friesen, unter denen derjenige im Haupt-
schiff Bibelsprüche nach Auswahl der hohen
Bauherrin enthält. Die Leibungen in den
Bogen und Fenstern haben farbiges Flachor-
nament erhalten. Die Decken zeigen die durch
eiserne Zugankergesicherte Holzkonstruktion
des Daches; die Structur des Holzes ist sicht-
bar geblieben, die Grundfarbe des Kiefern-
holzes nur durch reinen Oelstrich gehoben.
Der farbige Schmuck besteht aus gemal-
tem Ornament in Schwarz, Roth und Gelb-
lich - weiß, durch sparsam vertheilte An-
wendung von Vergoldung gehoben, und
ist im Kirchenraum einfach, im hohen
Chor und in der Hofloge reicher behan-
delt. Die Fenster, einstweilen durch einfach
gemusterte Bleiverglasung geschlossen, sol-
len später eine reiche Ausstattung erhalten.
Der Altartisch, die Kanzel, das Kirchen-
gestühl bestehen aus Eichenholz und sind
nur an einzelnen wenigen Theilen durch
Schnitzwerk geschmückt. Das Taufbecken
aus Sandstein ist mit einem baldachinartig
aufgebauten Deckel aus getriebenem Mes-
sing versehen. Das Abschlußgitter zwischen
dem Hochschiff und dem Altarraume, die
Communionbank und das Orgelgehäuse be-
stehen aus Schmiedeeisen; die zinnernen Or-
gelpfeifen sind farbig geschmückt. Das Ante-
pendium ("das Davorzuhängende“ - frontale
Verkleidung des Altars an dessen Vorderseite
durch einen Stoffbehang) des Altars besteht
aus einer kostbaren Stickerei, nach den Anga-
ben der Kronprinzessin hergestellt und zum
guten Theil von der Hohen Frau eigenhändig
ausgeführt. Das Lectorium (Anzeigetafel für
Psalme? Lektionarium = bibl. Vorlesebuch i.
d. röm. Kirche) aus Messing und Email ist
eine tüchtige englische Arbeit. Die Kirche ist
mit einer Mitteldruckwasserheizanlage ver-
sehen und hat eine gut wirkende Lüftungs-
einrichtung. Bei abendlichem Gottesdienst
dient Gasbeleuchtung. Es wurde schmiede-
eisernen Wandarmen der Vorzug gegeben
vor Candelabern und Gaskronen, in der Ab-
sicht, den freien Blick von dem Kirchenge-
stühl auf die Kanzel nicht zu beeinträchtigen.
Bei der künstlerischen Ausgestaltung, ebenso
bei der speziellen Bauleitung hatte der Unter-
zeichnete an seinem Sohne, dem Regierungs-
Baumeister Otto Raschdorff einen befähig-
ten Gehülfen. Die technische Ausführung
des Baues ist in jeder Hinsicht tüchtig. Der
Kronprinz und die Kronprinzessin hatten die
hohe Gnade, Ihre Anerkennung den Unter-
nehmern auszusprechen. Für den Bau waren
tätig: der Maurermeister Baensch und der
Zimmermeister Schneider, der Steinmetz-
meister Metzing, der Dachdeckermeister
Wernicke, der Bildhauer Haun, der Klemp-
nermeister Thielemann, die Tischlermeister
Bormann. Hofmann, Bürger und Habner,
die Schlossermeister Dregerhof und Schmidt,
der Glaser Röhlich und der Decorationsmaler
Richter. Die Heiz- und Lüftungsanlage ist von
D. Grove, die Orgel von Sauer in Frankfurt
a.O. angefertigt. Das Verlegen der Majolica-
platten besorgte Rosenfeld u. Comp. Die Bau-
kosten betrugen zusammen 150 000 Mark.
Die Grundsteinlegung der Kirche fand am
24. Mai 1884, dem Geburtstage der Königin
von England, die feierliche Einweihung am
21. November 1885, dem Geburtstage der
hohen Bauherrin, Kronprinzessin Victoria,
statt. Die Kirche trägt den Namen St. Ge-
orgs.
J. Raschdorff.
Monbijou Park
In the sixteenth century Monbijou Park was
part of one of the Elector of Brandenburgs
outlying farms. In the early eighteenth cen-
tury a small palace was built on it for Sophie
Dorothea of Prussia (1687-1757), mother of
Frederick the Great: Monbijou. She had the
original building extended amongst others by
the head custodian of royal buildings Georg
Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753).
In the nineteenth century further building were
erected nearby, such as the theology-
cal seminary on Oranienburger Strasse in
1854 and the Anglican church in 1885. Af-
tee World War I, the park and palace were
opened to the public. The entire area sustain-
ned heavy damage in the Second World War
and after the ruins and rubble were cleared
was totally re-designed Green open spaces
and playgrounds were created and in 1960
a children's swimming pool was built. As of
1990 the river banks were reinforced and the
recreational areas extended. In summer the
Monbijou Park river beach bar is open and
there is an open air venue for theatrical pro-
ductions.
Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.
Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Prospekt von Manbijoux
Kupferstich von Job. David Schleuen d. Ä. um 1750
(Landesarchiv Berlin)
[2] Nördliches Spreeufer vor dem Spandauer Tor bis zur
Ziegelbrennerei - das Vorwerk der Kurfürstinnen
um 1688, Ausschnitt aus: Joh. Bernhard Schultz Resi-
dentia Electoralis Brandenburgica 1688, Kupferstich,
einfarbig. (Original: Deutsche Staatsbibliothek Berlin)
[3] Schloß Monbijou in seiner ältesten Gestalt (Nach
einem Stich des 18. Jahrhunderts, entnommen „Aus-Alt-
Berlin, Stille Ecken und Winkel der Reichshauptstadt“
von Oskar Schwebel, Verlag von Hans Lüstenöder Ber-
lin. 1891, Reprint arani Verlag GmbH Berlin, 2001).
[4] Adalbert von Chamisso (1781-1838)
nach einem Gemälde von Robert Reinick
[5] Schloss Monbijou 1941 (Landesarchiv Berlin)
[6] Domkandidatenstift, um 1935 (Landesarchiv Berlin)
[7] Schloss Monbijou um 1934, Porzellan Galerie
(Landesarchiv Berlin)
[8] Schloss Monbijou 1932, Tanzsaal (Landesarchiv Berlin)
[9] Schloss Monbijou (Hohenzollern-Museum), Drechs-
lerbank-Geschenk des Zaren Peter 1. an König Fried-
rich Wilhelm I. (Landesarchiv Berlin)
[10] Monbijoupark and Umgebung, Auchnitt Sstadtplan
Berlin, um 1895
[11] St. Georgs-Kirche (Verlag von Ernst & Kisen, Berlin,
Kupferlichtdruck der Reichsdruckerei
[12] Englische St. Georgs-Kirche in Berlin, Zeitschrift für
Bauwesen, 1886 (Kopie aus Landesarchiv Berlin)
[13] Kinderbad, im Hintergrund: Raine des Domkandidaten-
stifts, 1960
[14] Innenraum, Blick zum Eingang (Verlag von Erns &
Korn, Berlin, Kupferlichtdruck der Reichsdruckerei;
Kopie bei Heimatverein Mitte)
[15] Innenraum, Blick zum Altar (Verlag von Ernst &
Korn, Berlin, Kupferlichtdruck der Reichsdruckerei;
Kopie bei Heimatverein Mitte)
[16] St. Georgs-Kirche-Grundriss (Zeitschrift für Bauwe-
sen, 1886 Kopie aus Landesarchiv Berlin)
[17] Zerstörte St. Georg-Kirche, davor das beschädigte
Kaiserin-Augusta-Denkmal, 1946 (Landearchiv Berlin
[18] Anblick von Osten (Landesarchiv Berlin)
Angaben zu genutzten Quellen, Autorenschaft und Impressum:
Impressum/Imprint 2011
Gedenktafelkommission des Bezirks Mitte
Landesdenkmalamt Berlin
Gartendenkmalpflege
Text, Fotoauswahl/Text, Selection of Images
Gedenktafelkommission des Bezirks Mitte
Heimatverein Mitte e.V.
Konzept, Redaktion/Concept, Editing
HORTEC Berlin
Layout
ringkamp kommunikationsdesign


