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Lager der Organisation Todt in Eichkamp
Map Harbigstraße / Waldschulallee
Lager der
Organisation Todt
in Eichkamp
1942-1945
Hier befand sich während der Nazi-Zeit das paramilitärische
Zentrallager der Organisation Todt (OT), einer Einrichtung
zur Durchführung europaweiter militärischer Bauaufgaben,
z.B. Westwall, Raketenabschussrampen für die V”.
Ca. 2.500 deutsche Firmen ließen die OT für sich arbeiten.
Das gesamte OT-Lager in Eichkamp auf dem Gelände
der Julius-Hirsch-Sportanlage, zwischen Harbigstraße,
verlängerter Alter Allee, Teufelsseechaussee und
Waldschulallee im Jagen 81/82 - auch auf den heutigen
Schulgeländen - bestand aus einem Übernachtungs- und
einem Straflager, Arbeits-, Wohn- und Krankenbaracken
auf einer Gesamtfläche von ca. 135.000 m². Noch heute
befinden sich im Bereich der Schrebergärten Betonreste
von Gebäuden. Schätzungen zufolge wurden in den
OT-Lagern Europas bis Ende 1944 ingesamt bis zu 1,5 Mio.
Menschen zur Arbeit unter menschenunwürdigsten
Bedingungen gezwungen, insbesondere “Wehrunwürdige”,
z.B. sog. Halbjuden gemäß den Nürnberger Rassegesetzen
von 1935, Homosexuelle, politisch Verfolgte und Zwangs-
arbeiter. Es waren ganze Familien inhaftiert; auch Kinder
wurden zur Arbeit gezwungen. Die Verstorbenen wurden
auf dem inzwischen aufgegebenen Friedhof Eichkamp
(mit Platz für über 4.000 Tote) beerdigt.
Vom OT-Zentrallager Eichkamp wurden viele Gefangene
z.B. vom S-Bhf. Grunewald, Gleis 17 - heute ein Mahnmal -
in andere Lager, auch in den besetzten Gebieten, zur Zwangs-
arbeit verschleppt. Die OT-Bauleiter und SS-Aufseher
nutzten ein auf dem Gelände der Waldoberschule 1927
errichtetes - später zugeschüttetes Schwimmbecken und
eine Sauna.
Organisation Todt
in Eichkamp
1942-1945
Hier befand sich während der Nazi-Zeit das paramilitärische
Zentrallager der Organisation Todt (OT), einer Einrichtung
zur Durchführung europaweiter militärischer Bauaufgaben,
z.B. Westwall, Raketenabschussrampen für die V”.
Ca. 2.500 deutsche Firmen ließen die OT für sich arbeiten.
Das gesamte OT-Lager in Eichkamp auf dem Gelände
der Julius-Hirsch-Sportanlage, zwischen Harbigstraße,
verlängerter Alter Allee, Teufelsseechaussee und
Waldschulallee im Jagen 81/82 - auch auf den heutigen
Schulgeländen - bestand aus einem Übernachtungs- und
einem Straflager, Arbeits-, Wohn- und Krankenbaracken
auf einer Gesamtfläche von ca. 135.000 m². Noch heute
befinden sich im Bereich der Schrebergärten Betonreste
von Gebäuden. Schätzungen zufolge wurden in den
OT-Lagern Europas bis Ende 1944 ingesamt bis zu 1,5 Mio.
Menschen zur Arbeit unter menschenunwürdigsten
Bedingungen gezwungen, insbesondere “Wehrunwürdige”,
z.B. sog. Halbjuden gemäß den Nürnberger Rassegesetzen
von 1935, Homosexuelle, politisch Verfolgte und Zwangs-
arbeiter. Es waren ganze Familien inhaftiert; auch Kinder
wurden zur Arbeit gezwungen. Die Verstorbenen wurden
auf dem inzwischen aufgegebenen Friedhof Eichkamp
(mit Platz für über 4.000 Tote) beerdigt.
Vom OT-Zentrallager Eichkamp wurden viele Gefangene
z.B. vom S-Bhf. Grunewald, Gleis 17 - heute ein Mahnmal -
in andere Lager, auch in den besetzten Gebieten, zur Zwangs-
arbeit verschleppt. Die OT-Bauleiter und SS-Aufseher
nutzten ein auf dem Gelände der Waldoberschule 1927
errichtetes - später zugeschüttetes Schwimmbecken und
eine Sauna.
Rechts neben der Inschrift befinden sich sechs Fotos bzw. Abbildungen mit folgenden Bildunterschriften (v.o.n.u.):
Lager der Organisation Todt, 1952
Lagerpapiere
Zwangsarbeiter mit Aufseher, Sowjetunion 1941
Lager der Organisation Todt
Lagerzeichnung eines Zwangsarbeiters
Aufseher der Organisation Todt
Unter der Inschrift befindet sich ein QR-Code mit dem daneben stehenden Hinweis:
Weitere Informationen auf
www.hauseichkamp.de/stolpersteine/#OT
Unten auf der über zwei Meter hohen freistehenden Stele, für die der Siedlerverein Eichkamp e.V., Stolperstein-Initiative verantwortlich zeichnet, ist eine alte Luftaufnahme mit gelb eingezeichneten Lagergrenzen. Auf der Rückseite der Stele befinden sich Informationen zu Stopersteinen in Eichkamp.
