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Ansicht Gedenktafel Kuno-Fischer-Platz
Ansicht Gedenktafel Kuno-Fischer-Platz - Bild 1

Kuno-Fischer-Platz

Map Kuno-Fischer-Platz

KUNO - FISCHER - PLATZ

Nachdem schon im 19. Jahrhundert auf einem Seegrundstück ein Privat-
park bestanden hatte, wurde der öffentliche Lietzenseepark von Stadtgartendi-
rektor Erwin Barth in zwei Bauabschnitten angelegt. Barth (1880-1933) war einer
der bedeutendsten deutschen Gartenarchitekten seiner Zeit und setzte sich für die
sozialen Belange ein.

1912/13 entstanden der Dernburgplatz im Süden mit der Kaskadenanlage
zum See und der Kuno-Fischer-Platz im Osten, 1919/20 im Notstandsprogramm
der eigentliche Park am Westufer des Sees. Im Großen folgt die Gestaltung der
unregelmäßigen Form des in einer eiszeitlichen Rinne liegenden Gewässers, doch
hat Barth an mehreren Stellen symmetrische Anlagen eingefügt, unter denen die
Kleine Kaskade an der Sophie-Charlotten-Straße die aufwendigste ist. Am Ost-
Ufer konnte außer dem Kuno-Fischer Platz nur ein schmaler Streifen entlang der
Straße Lietzenseeufer in die Gestaltung einbezogen werden.

Kuno Fischer (1824-1907) war ein Philosoph in Heidelberg

Damals, 1912/13, hatte Barth ein Grundstück zur Verfügung, das von der
Kuno-Fischer-Straße bis zum Wasser reichte. Oben legte er eine Terrasse mit Ra-
senparterre, Rosenrabatten und Goldregen an, etwas tiefer eine weitere Terrasse
mit der Faungruppe inmitten eines bunten Blumenbeetes. Zum See hin schloß
eine Wiese an.

1928-30 erlebte Barth den Bau des Verwaltungsgebäudes der Knapp-
schafts-Berufsgenossenschaft auf seiner oberen Gartenterrasse (jetzt Polizei. Ar-
chitekt Rudolf Hartman). Als Ausgleich wurde nach Entwurf von Barths Nach-
folger Buch der verbleibende, hinter dem Haus versteckte Garten nach Süden auf
etwa das Doppelte verbreitert. Buch behielt die Gliederung in eine jetzt schmale
obere Terrasse am Haus, eine verbreiterte untere Terrasse und den Rasenabhang
bei. Die Plastik von Gerhard Jaensch mußte an die Seite versetzt werden.
Wimmer

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte. 

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Angeführter Entwurf von Barth 1912
[2] Der Platz in der zweiten Fassung, Foto
[3] Plan von Bach
[4] Der Platz in der ersten Fassung, Foto

 

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