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Ansicht Gedenktafel Klausenerplatz
Ansicht Gedenktafel Klausenerplatz - Bild 1

Klausenerplatz

Map Klausenerplatz

KLAUSENERPLATZ

Der ehemalige Friedrich-Karl-Platz wurde 1950 nach Dr. Erich Klausener benannt
Er war Leiter der Katholischen Aktion in Berlin und wurde 1934 von den National-
sozialisten ermordet.
Als Reitplatz des Regimentes Gardes-du-Corps 1844 angelegt, erhielt der Platz 1887
nach Prinz Friedrich Karl von Preußen (1828-1885) seine erste Bezeichnung.
Zu Ende des 19. Jahrhunderts gestaltete ein unbekannter Künstler den Reitplatz als
zeittypischen Rasenschmuckplatz. Zwei Diagonalwege erschlossen die Platzanlage,
die an der Westseite einen Wochenmarktbereich und an der Ostseite einen Unter-
stand mit Sitzbänken aufwies. Dekorative Gehölzgruppen in den Rasenflächen
kennzeichneten den Friedrich-Karl-Platz und zwei umschließende Baumreihen aus
Linden rahmten die Gesamtanlage.
Die Umgestaltung 1921/22 erfolgte durch den namhaften Gartenarchitekten Erwin
Barth (1880-1933). Er bearbeitete weitere bedeutende Grünanlagen: im Bezirk
Charlottenburg u. a. den Lietzenseepark, Savignyplatz, Karolinger- und Brixplatz
sowie die Volksparke Jungfernheide und Rehberge, die sich auch heute noch neben
ihrer ästhetischen Komponente durch eine hohe Erlebnis- und Nutzungsqualität
auszeichnen. Erwin Barth griff mit seinem Entwurf zum Friedrich-Karl-Platz
die Gedanken der modernen Gartenkunst, die Betonung der sozialen Funktion
eines Stadt- bzw. Gartenplatzes auf.
Die Diagonalwege wurden zugunsten einer Kinderspielfläche im Mittelteil aufgeho-
ben bzw. verkürzt. Die durch höher gelegene Ruheplätze mit regelmäßigen Pappel-
pflanzungen gestalteten Platzecken schirmten den Spielbereich zum Verkehr hin ab.
Am Blumenreichtum der Gartenflächen konnten sich die Besucher ebenso wie auf
anderen von Barth geschaffenen Plätzen erfreuen. 1940/41 entstand in der südlichen
Platzhälfte ein Luftschutzbunker; weitere Kriegseinwirkungen zerstörten einen er-
heblichen Teil der Anlage. Der Entwurf und die Ausführung zur Wiederherstellung
des Klausenerplatzes in den Jahren 1948/50 durch W. Hilzheimer sah den Spielplatz
auf dem mit Trümmerschutt bedeckten Bunker vor.
Mit der Abräumung des Bunkers 1986/87 wurde die Möglichkeit geschaffen,
den Klausenerplatz in Anlehnung an Barths Entwurf wiederherzustellen.

Klausenerplatz
Originally laid out in 1844 as the manège of the Gardes du Corps regiment, the
square was named after Prince Friedrich Karl of Prussia (1828-1885) in 1887.
At the end of the nineteenth century an unknown landscape architect transformed
the manège into a typical ornamental green space of the period. The west side had
an area used for a weekly market and on the east side was a shelter with benches;
two diagonal paths ran across the square. The lawns had beds containing decorative
shrubs, and two rows of linden trees framed the green space.
Friedrich Karl Square was redeveloped in 1921/1922 by the well-known landscape
architect Erwin Barth (1880-1933). His plan drew on the ideas of modern garden
design, which addressed the social function of urban squares and green spaces. The
diagonal paths were shortened and made way in the centre for a children's play-
ground; the rest areas at the corners of the square were elevated and planted with
regularly spaced poplar trees which shielded the playground from the roads and
traffic. In 1940/1941 an air-raid shelter was built on the southern half of the square,
and the entire square sustained considerable war damage. W. Hilzheimer's design of
1948/1950 for reconstruction of the square located the playground on top of the
air-raid shelter which had been covered with the rubble from bombed buildings. In
1950 the square was renamed after Erich Klausener, a leading German Catholic
politician who was murdered by the Nazis in 1934. In 1986/1987 the air-raid
shelter was demolished and cleared, which made it possible to restore Klausenerplatz
according to Erwin Barth's design.

Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.

Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Rasenschmuckplatz um 1920 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)
Ornamental green space, ca. 1920 (Bezirksamt Charlottenburg Wilmersdorf, Berlin)
[2] Üppig blühende Blumenrabatte zwischen Spielbereich und Rasenfläche, um 1980 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)
Flower bed in bloom between playground and lawn, ca. 1980 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin)
[3] Abbruch des angeschütteten Bunkers 1985/86 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)
Demolition and clearing of the air-raid shelter and rubble, 1985/1986 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, von Berlin)
[4] Erwin Barth, Entwurf zum Friedrich-Karl-Platz 1921 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)
Erwin Barth, design for Friedrich-Karl-Platz, 1921 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin)
[5] „Vogelschaubild“ mit den vier eckbetonenden Ruheplätzen, 1921 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)
Bird's eye perpective of the four corner rest areas, 1921 (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin)

Impressum
Finanzierung der Tafel / Information board funded by: Landesdenkmalamt Berlin, Gartendenkmalpflege
Redaktion, Text und Bildauswahl / Editorial, Text, Selection of Photographs: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Straßen- und Grünflächenamt
Layout: HORTEC Berlin
Tafelneudruck 2016

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