zurück zur Suche

Johann Georg Elser

Hermaringen (Württemberg) 4.1.1903 - KZ Dachau 9.4.1945

Selchower Straße 28

Enthüllt wurde die Tafel aus Anlass des 58. Todestags Elsers. Unter dem Namen der in einem Wohnhaus untergebrachten „genehmigten Ersatzschule“ befinden sich auf blauem Untergrund, geschützt von einer Acrylglasscheibe Blätter im Format DIN A 4 mit ausführlichen Angaben zum Leben Elsers und seinem fehlgeschlagenen Bombenattentat auf Hitler am 8.11.1939 im Münchner Bürgerbräu-Keller sowie zwei Fotos.

Elser wurde am 4. Januar 1903 in Hermaringen (Württemberg) geboren. Er war gelernter Schreiner und präparierte in nächtelanger Arbeit eine Säule an Hitlers Rednerpult mit einer Bombe und einem Zeitzünder, eingestellt auf den 8.11.1939, 21.20 Uhr. Hitler kam bei der Explosion nicht ums Leben, weil er den Ort 13 Minuten zuvor verlassen hatte. Er versuchte am Abend des Attentats von Konstanz aus in die Schweiz zu gelangen, wurde von einer Zollstreife gefasst und um 20.45 Uhr der lokalen Grenzpolizei übergeben, nachdem man bei ihm verdächtige Dinge gefunden hatte. In den folgenden Verhören gestand er am 14.11.1939 die Tat: „Ich habe den Krieg verhindern wollen.“ Weil man erst nach dem siegreich beendeten Krieg einen Prozess gegen Elser führen wollte, wurde er zunächst als „Sonderhäftling“ im KZ Sachsenhausen inhaftiert und Ende 1944 nach Dachau überführt, wo er wenige Wochen vor der Befreiung, am 9. April 1945, ermordet wurde.

zurück