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James Fraenkel

Rybnik/Oberschlesien (Rybnik/Polen) 21.3.1859 - Berlin 7.6.1935

Leonorenstraße 17-33

Sanitätsrat Dr. med.
James Fraenkel
1859 - 1935
ERRICHTETE HIER 1890 • DIE
HEIL- u. PFLEGEANSTALT
BEROLINUM
MITBEGRÜNDER DER MODERNEN
PSYCHOTHERAPIE

Fraenkel eröffnete die von ihm begründete und gemeinsam mit Dr. Albert Oliven (Breslau 20.4.1860 - Berlin 5.10.1921; Grabstätte Jüdischer Friedhof Weißensee) betriebene „Privat-Heil- und Pflegeanstalt ‚Berolinum‘“ am 1.4.1890 in der Victoria- (Leonoren-) Ecke Berliner Straße (Siemensstraße).

Die sich schnell entwickelnde Anlage war bereits 1903 mit 520 Betten die „größte private Heil- und Pflegeanstalt im Raum Groß-Berlin“. Der Sanitätsrat  lebte mit seiner Familie Siemensstraße 68/69 Ecke Lessingstraße (Brucknerstraße), war aktiv in der Lankwitzer Gemeindepolitik und von 1907-1923 auch „Erster Vorsteher des Steglitzer Synagogenvereins“. Beigesetzt ist er auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee, Markus-Reich-Platz, Feld N 7 Reihe 2.

Seiner Frau Paula (geb. Barth) gelang noch kurz vor dem Zweiten Weltkrieg die Ausreise zu ihrer jüngsten Schwester Hilda nach Palästina, wo sie 1942 starb. Enthüllt wurde die privat finanzierte 100x72 cm große beigefarbene Kalksteintafel durch Bezirksbürgermeister Herbert Weber in Anwesenheit von Nachfahren des Geehrten aus Israel und Großbritannien am einstigen Kurhaus, dem heutigen Haus 4 des Pflegewohnheims „Haus Leonore“, am 9.7.2001.

Der „Arbeitskreis Historisches Lankwitz“, auf den die Tafel zurückgeht, ehrt mit ihr „zugleich alle vertriebenen und ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Lankwitz“.

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