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Ilse Goldschmidt

Berlin 25.6.1892 - Auschwitz 11.10.1944

Koppenplatz 6

Koppenplatz 6
Eugen Schindler
geb.: 30.08.1864 Leipzig
gest.: 20.07.1932 Leipzig
Hedwig Schindler
(geb. Burgheim)
geb.: 1864 Leipzig
gest.: 09.06.1911 Leipzig
Grundstückseigentümer
erworben: 10.05.1932
zwangsverkauft: 25.05.1938
Moritz Goldschmidt
geb.: 13.02.1848 Flatow
gest.: vor 1933 Berlin
Ernestine Goldschmidt
(geb. Hirschberg)
geb.: 08.07.1848 Filehne
gest.: vor 1933 Berlin
Ilse Goldschmidt
(geb. Schindler)
geb.: 25.06.1892 Berlin
gest.: 11.10.1944 Auschwitz
Lothar Goldschmidt
geb.: 28.04.1883 Berlin
gest. 08.05.1945 Auschwitz
Harry Siegbert Goldschmidt
geb.: 17.12.1890 Berlin
gest.: 23.07.1943 Sobibor
Berta Goldschmidt
(geb. Mathes)
geb.: 26.01.1891 Frankfurt/M.
gest.: 23.07.1943 Sobibor
Martha Crohn
(geb. Goldschmidt)
geb. 02.05.1878 Berlin
deportiert: 14.11.1941 nach Minsk
Gabriele Goldschmidt
geb.: 04.08.1922 Berlin
gest.: 13.11.1944 Auschwitz
Eva Ernestine Goldschmidt
geb.: 26.01.1916 Berlin
1940 Flucht über Holland

Gedenkwand für die ermordete
jüdische Eigentümerin des
Hauses Koppenplatz 6 in
Berlin-Mitte Ilse Goldschmidt,
geborene Schindler.
Zur Erinnerung an die Familien
Goldschmidt und Schindler,
umgekommen in den
NS-Vernichtungslagern.
Diese Gedenkwand ist dem
Schicksal einer von vielen
Familien gewidmet.
“Vergessen ist Verbannung,
Erinnerung ist Erlösung.“
(Baal Schem Tow)
Gestiftet von der Galerie sphn
im Januar 2001 // This wall is to commemorate Ilse
Goldschmidt née Schindler,
former Jewish owner of the
building at Koppenplatz 6 in
Berlin-Mitte, who was murdered
by the Nazi regime.
In memory of the Goldschmidt
and Schindler families, who were
killed in the Nazi extermination
camps.
This commemorative wall is
dedicated to the fate of one of
many families.
„Forgetfulness leads to exile,
Remembrance is the secret of
redemption“
(Baal Shem Tov)
Donated by Galerie sphn in January
2001

Auf der Brandmauer im Hof sind - mit den verwandtschaftlichen Zuordnungen durch rote Verbindungsstriche verbunden - Eltern, Schwiegereltern, Geschwister und Schwägerin ihres Mannes sowie ihr eigenes Kind und eine Nichte der Hauseigentümerin im farbigen Umriß eines Buchhaltungsjournals wiedergegeben. Von ihren Personalangaben führt ein Pfeil zu den oberhalb angegebenen Erwerbs- und Verkaufsdaten. All das lässt sich in der Textwiedergabe nicht darstellen.

Weiter unten sind an der Wand nebeneinander zwei kleine Acryltafeln mit erläuternden Angaben in Deutsch (links) und Englisch (rechts) angebracht.

Die Wand und die Tafeln wurden in Anwesenheit von Bezirkbürgermeister Joachim Zeller und dem Direktor des Centrum Judaicum Dr. Hermann Simon am 25. Januar 2001 enthüllt. Die Betreiber der Galerie sphn (Christian Stötzner, Cai Pfannstiel, Sven Hermann, Dr. Paul Nunheim), auf deren Initiative die Installation zurückging, ermöglichten - solange es hier die Galerie gab - eine Besichtigung während der Öffnungszeiten und auf Terminabsprache.

Ilse Goldschmidt lebte mit ihrer Familie in der Sybelstraße 54, das Haus hatte sie als Altersvorsorge erworben. Ihre Nichte Eva Ernestine Goldschmidt lebte zum Zeitpunkt der Enthüllung in New York. Das Todesdatum von Lothar Goldschmidt ist nicht das tatsächliche, sondern das amtlich festgesetzte. Dr. Simon erinnerte in seiner Ansprache daran, dass in dem Haus Koppenplatz 6 zwischen 1933 und 1945 mindestens acht jüdische Frauen und Männer lebten. Von einer Frau, Ida Rosenthal, wisse man, dass sie 1943 deportiert wurde.

 

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