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Ida Altmann-Bronn

Obscherninken Krs. Labiau/Ostpreußen 30.6.1862 - Berlin 30.11.1935

Pappelallee 15-17

Erinnerungsstein
Ida Altmann-Bronn
30.6.1862 - 30.11.1935
Freireligiöse Jugendlehrerin
Gewerkschafterin
Schriftstellerin
Aus Anlass des 70. Todes-
tages 2005 gesetzt durch die
Freireligiöse Gemeinde
Berlin und den DGB

1881 bestand Ida Altmann das Examen als Lehrerin für Volks- und höhere Mädchenschulen und arbeitete anschließend einige Zeit als Hauslehrerin in St. Petersburg. Seit 1890 wohnte sie in Berlin und engagierte sich in der SPD und der Freireligiösen Gemeinde, hier vor allem im Rahmen des Jugendunterrichts, und zählte zu den aktivsten Vortragsrednerinnen bei den sonntäglichen Zusammenkünften. Sie stand wegen ihrer Aktivitäten unter polizeilicher Beobachtung, wurde auch inhaftiert. Die Unterrichtserlaubnis wurde ihr entzogen. Sie arbeitete politisch in der sozialistischen Frauenbewegung eng mit Emma Ihrer und Clara Zetkin zusammen. Als 1905 das Arbeiterinnensekretariat bei der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands gegründet wurde, wurde sie dessen erste Leiterin. Ihre aktive politische Arbeit endet mit ihrer Heirat und dem Fortzug in das Elsass. 1919 kehrt sie zwar mit ihrem Mann nach Berlin zurück, ist aber nur noch schriftstellerisch tätig. Als sie stirbt wird sie in einem anonymen Urnengrab in der Pappelallee beigesetzt. Enthüllt wurde der kleine graue Granitstein neben der ehemaligen Kapelle am 27.11.2005, um Ida Altmann-Bronn wieder in die Erinnerung der Nachwelt zu holen.

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