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Hugo Heimann

Prinzenallee 46a

Hier ließ im Jahr 1901 der Verleger
HUGO HEIMANN
15.4.1859 - 23.2.1950
acht Häuser bauen. Er übertrug das Eigentum daran
Sozialdemokraten, damit sie als Hausbesitzer
die durch das damalige Wahlrecht bevorrechtigt
waren, zu Stadtverordneten gewählt werden konnten.
Der Volksmund nannte die Bauten
»Rote Häuser«

Die Enthüllung der Berliner Gedenktafel war am 3. November 1988.

Heimann war Eigentümer des Verlags J. Guttentag. Er war auch Stadtverordneter, Mitglied des Preußischen Landtags und der Weimarer Nationalversammlung, engagierte sich besonders für Fragen der Volksbildung und stiftete und finanzierte auf eigene Kosten eine am 26. Oktober 1899 eröffnete öffentliche Bücherei und Lesehalle in Berlin (zunächst in einem Gartenhaus Alexandrinenstraße 26, später in der Nähe des Kottbusser Tores, Adalbertstraße 41a). Am 24. Juli 1926 erhielt er die Würde eines Ehrenbürgers der Stadt Berlin (die ihm von den Nazis aberkannt, aber am 4. Dezember 1947 "als 'Wiedergutmachung eines schweren Unrechts' neu ausgestellt" wurde). Achtzigjährig verließ er 1939 Nazi-Deutschland und emigrierte mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in die USA. Seine Tochter wurde in einem KZ ermordet. Abweichend vom Tafeltext ist das Todesjahr 1951. 

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