zurück zur Suche

Historische Orte - Viadukt im Häuserblock

Kurfürstenstraße / Dennewitzstraße

5 Viadukt im Häuserblock

An der Dennewitzstraße bietet die Hochbahn einen spektakulären
Anblick, der auch Künstler inspirierte: hier wird die Trasse über eine
Tunnelbrücke fast frontal durch ein Wohnhaus geführt. Dahinter quert
sie auf einer abschüssigen Rampe einen ganzen Häuserblock. Vom
Gleisdreieck bis zum unterirdischen Bahnhof Kurfürstenstraße
überwindet sie einen Höhenunterschied von fast 20 Metern.
Als »direkte Schnellbahnverbindung vom Osten nach dem Westen«
wurde die Strecke im Oktober 1926 eröffnet. Sie sollte die südlich davon
verlaufende Stammlinie entlasten, die der steigenden Zahl von Fahr-
gästen längst nicht mehr gewachsen war.
Im Häuserblock zwischen Kurfürstenstraße und heutiger Pohlstraße
waren dreißig Grundstücke vom Bau der Trasse betroffen. Die Bahn
hatte diese ganz oder teilweise erworben und sich um eine geräusch-
arme Konstruktion bemüht. Auf der gesamten Rampenstrecke laufen
die Gleise in einer doppelwandigen Röhre, die mit schalldämpfendem
Material gefüllt wurde. Doch leise ist es nicht in den angrenzenden
Wohnungen und den Künstlerateliers, die sich in den Bögen des Bahn-
viadukts an der Pohlstraße angesiedelt haben.

5 (Bildunterschriften:)

»Brücke«, Gemälde von Helmut Middendorf, 1979

»Gleisdreieck«, Gemälde von Erhard Groß, 1955

Verlauf der Bahnrampe im dicht bebauten Häuserblock
zwischen Kurfürstenstraße und Pohlstraße

Das Projekt »Historische Orte sichtbar machen« gibt mit 16 Infostationen beispielhaft Einblick in die vielfältige Geschichte des Quartiers um die Potsdamer Straße. Die ersten Stationen wurden 2011 installiert, 2018 kamen weitere hinzu.

Nähere Informationen auf den beiden Infotafeln "Stationenplan" nahe U-Bahn Kleistpark Potsdamer Straße /Ecke Willmanndamm sowie Potsdamer Straße / Ecke Pohlstraße und unter: www.historische-orte.info

zurück