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Historische Orte - Hochbahnhof Bülowstraße

Potsdamer Straße / Bülowstraße 25/26

7 Hochbahnhof Bülowstraße

Der Bahnhof Bülowstraße liegt an der ältesten Strecke der Berliner
Hoch- und Untergrundbahn. Als die Linie 1902 eröffnet wurde, war die
Bülowstraße ein Prachtboulevard. Beim Bau der Hochbahn hatte
die wohlhabende Bevölkerung ihren Einfluss geltend gemacht und eine
repräsentative Gestaltung von Bahnhof und Viadukt gefordert.
Der Architekt Bruno Möhring, der 1897 einen entsprechenden Wett-
bewerb gewonnen hatte, lieferte einen Entwurf im zeitgenössischen
Jugendstil. Er kombinierte elegant geschwungene Eisenstützen mit
massiven Sandsteinpfeilern. Sie tragen die Bahnsteighalle mit dem
einstmals reich verzierten Kopfbau. Charakteristische Steinportale mit
schmückenden Frauenköpfen gliedern das Viadukt. Die östliche
Verlängerung des Bahnsteigs datiert von 1929. Sie ist im funktionalis-
tischen Stil gehalten und stammt von Möhrings Sohn Rudolf.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der stark beschädigte Bahnhof in
einfacherer Form wieder aufgebaut. Zwischen 1972 und 1993 war er
infolge der Berliner Teilung stillgelegt und beherbergte unter anderem
einen türkischen Basar. Seit 1988 ist der Bahnhof denkmalgeschützt.

7 (Bildunterschriften:)

Der Hochbahnhof Bülowstraße 1902

Der Hochbahnhof an der Bülowstraße
beim Umbau zum »Berliner Jahrmarkt« 1975

Von 1980 bis 1992 befand sich im stillgelegten
Bahnhof ein »Türkischer Basar«.

Das Projekt »Historische Orte sichtbar machen« gibt mit 16 Infostationen beispielhaft Einblick in die vielfältige Geschichte des Quartiers um die Potsdamer Straße. Die ersten Stationen wurden 2011 installiert, 2018 kamen weitere hinzu.

Nähere Informationen auf den beiden Infotafeln "Stationenplan" nahe U-Bahn Kleistpark Potsdamer Straße /Ecke Willmanndamm sowie Potsdamer Straße / Ecke Pohlstraße und unter: www.historische-orte.info

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