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Hermine Heusler-Edenhuizen

Rankestraße 35

In diesem Hause lebte und praktizierte von 1911 bis 1937
HERMINE HEUSLER-EDENHUIZEN
16.3.1872 - 26.11.1955
Erste niedergelassene Fachärztin in Deutschland
für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe
Gründungsvorsitzende des »Bundes deutscher Ärztinnen«
Mitunterzeichnerin der Reichstagseingabe
gegen den Paragraphen 218
Ihr mutiges und soziales Engagement prägte
maßgeblich das Berufsbild der Ärztin

Sie war eine „Jüngerin“ der Frauenrechtlerin Helene Lange und beschloss nach der Lektüre von deren Ankündigung über „Gymnasialkurse für Frauen“, „daß ich diese Kurse besuchen und dann Ärztin werden wollte.“ Sie studierte - nachdem sie den Widerstand ihres Vaters, eines Landarztes, überwunden hatte - ab 1898 in Berlin, Zürich, Halle und Bonn Medizin und promovierte - gemeinsam mit ihrer Freundin Dr. med. Frida Busch - im Herbst 1903 „summa cum laude“ über „Eiweißausscheidungen im Urin Schwangerer und Gebärender“. Als erste Frau erhielt sie eine bezahlte Assistentenstelle an der Universitätsfrauenklinik Bonn und schloss 1909 die Ausbildung zur „Spezialärztin für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe“ ab. Im selben Jahr ging sie nach Berlin an die „Klinik weiblicher Ärzte“ und praktizierte in dieser Stadt bis 1945, ging dann nach Ostfriesland zurück, kam aber kurz vor ihrem Tod noch einmal nach Berlin. Ihre 1954 abgeschlossenen Lebenserinnerungen erschienen unter verschiedenen Titeln (u.a „Die erste deutsche Frauenärztin“ [1997]). Die Berliner Gedenktafel wurde am 30.11.2002, 12 Uhr, in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Monika Thie­men, der Initiatorin der Gedenktafel, Frau Dr. Gaehtgens und der Tochter der Geehrten, Frau Dr. Hella Häußler enthüllt.

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