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Herman Bang

20. 4. 1857 – 29. 1. 1912

Fasanenstraße 58

Hier wohnte von 1907 bis 1909
HERMAN BANG
20. 4. 1857 – 29. 1. 1912

Der dänische Schriftsteller und Journalist
prägte mit seinen Werken
den literarischen Impressionismus.
Als Künstler wurde er bewundert, als Homosexueller
aber sah er sich öffentlichen Angriffen ausgesetzt.
Von Berlin fasziniert, suchte er hier vorübergehend
Zuflucht und fand seine »Fasaneninsel«.

Gefördert durch die GASAG AG

Geboren am 20. April 1857 und aufgewachsen in einem evangelischen Pfarrhaus begann Herman Bang 1878 journalistisch zu arbeiten. Nach kurzer Zeit galt Herman Bang als bedeutendster dänischer Journalist seiner Zeit. Sein erster Roman „Haabløse Slægter“, 1880 („Hoffnungslose Geschlechter“, 1900) führte in Dänemark zu einem Skandal und wurde beschlagnahmt. So gut wie alle Werke Herman Bangs wurden schon zu seinen Lebzeiten ins Deutsche übersetzt, sein Lebensweg ist eng mit Berlin verknüpft. Mehrmals sah er sich als offen homosexuell lebender Mann durch Angriffe auf seine Person gezwungen, Dänemark zu verlassen. Ende 1885 kam er zum ersten Mal nach Berlin und war beeidruckt. 1907 ließ er sich erst in der Nürnberger Straße und anschließend in der Fasanenstraße nieder. Herman Bang starb am 29. Januar 1912 an einem Schlaganfall auf einer Vortragsreise durch die USA.

Im Rahmen der Enthüllungszeremonie, die in Anwesenheit I.M. Königin Margrethe II. von Dänemark am 11. November 2021 stattfand, sprachen Lektorin Anna Lena Sandberg (Universität Kopenhagen), Professorin Annegret Heitmann (Ludwig-Maximilians-Universität München) sowie der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, über Herman Bangs Werk und Leben. Die Berliner Gedenktafel wurde am 19.11.2021 an der Gebäudefassade über der Gedenktafel für Rudolf Breitscheid installiert.

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