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[Tafel entfernt]

Herbert Tschäpe

(Berlin-)Neukölln 15.1.1913 - Brandenburg 27.11.1944

Allee der Kosmonauten 29

Herbert
Tschäpe
15.1.1913
27.11.1944

Ein ca. zwei Meter hoher Gedenkstein aus Granit mit aufgesetzter Metalltafel mit der Inschrift unter dem roten Winkel der politischen KZ-Häftlinge wurde anläßlich des 40. Todestages von Tschäpe am 27.11.1984 in einer kleinen Grünanlage rechts vor dem Verwaltungsgebäude des damaligen Kombinats "Verbundnetze Energie" (nach 1990 Vereinigte Energiewerke AG [VEAG]) aufgestellt. Nach Mitteilung der VEAG vom 5.2.1993 wurde er aufgrund geplanter Umbaumaßnahmen entfernt und auf dem Betriebsgelände zwischengelagert. Nach Abschluß der Umbaumaßnahmen sollte er wieder aufgestellt werden, was nicht geschah.

Der gelernte Zimmermann war Mitglied der SAJ und seit 1931 des KJVD. Er wurde 1935 und 1936 in Untersuchungshaft genommen, flüchtete anschließend aus Deutschland und kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg. Seit Februar 1939 befand war er in verschiedenen französischen Internierungslagern und wurde 1941 nach Deutschland ausgeliefert. Im Juni 1941 kam er (mit der Häftlingsnummer 39855) in das KZ Sachsenhausen, aus dessen Außenlager Marienfelde ihm im Frühjahr 1944 die Flucht gelang. Tschäpe schloß sich der Widerstandsgruppe um Anton Saefkow an. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und im Gestapo-Hauptquartier in der Prinz-Albrecht-Straße inhaftiert. Am 24. Oktober 1944 wurde er wegen 'erschwerter Vorbereitung zum Hochverrat' zum Tode verurteilt und in Brandenburg hingerichtet. Ob der Stein wieder aufgestellt wurde, ist nicht bekannt. 2008 war er nicht vorhanden.

Der Stein mit der Gedenktafel befand sich in der Allee der Kosmonauten 29, an der Beilsteiner Straße.

 

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