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Helmut Böttcher
Berlin 28.06.1916 - Berlin 14.06.1987
Map Woldegker Str. 5
Dieses Haus wurde benannt nach
Helmut Böttcher
(*28.06.1916 - †14.06.1987)
Seit dem Jahr 1792 ist die Familie Böttcher auf der Hofstelle an der Dorfstraße 2, einem ehemaligen Rittergut, ansässig.
Helmut Böttcher (*28.06.1916) führte den Wartenberger Hof noch bis 1953 gemeinsam mit seiner Mutter als selbständigen
landwirtschaftlichen Betrieb. Helmut Böttcher war Oberhaupt der 5. Generation und letzter Bauer auf dem Hof.
Für seinen Kampf um Gerechtigkeit und Tradition wurde er drangsaliert und enteignet.
Er erbaute einen großen Kuhstall direkt neben dem Wohnhaus.
Dieses Gebäude ist erhalten.
Danach begann die dunkle Seite des Hofes, als der Betrieb durch die örtliche
LPG verwaltet wurde. Das historische Aussehen des Hofes, wie z. B. die
Stuckfassade und das Schieferdach des Wohnhauses, sowie auch die typischen
Backsteinfassaden der Stallungen, der Backofen im Keller des Wohnhauses
und die Gewölbedecken im Pferdestall, bis hin zur großen Fachwerkscheune,
wurden zerstört. Der gesamte Nachbarhof, von Helmut Böttchers Tante
Minna, wurde abgerissen.
1953 wurde Helmut Böttcher durch die Straforgane der Deutschen
Demokratischen Republik (DDR) wegen „Durchkreuzung der
wirtschaftlichen Maßnahmen der deutschen Verwaltungsorgane und
zugleich wegen Gefährdung der Wirtschaftsplanung“ verurteilt.
Er wurde enteignet und acht Jahre lang in der zentralen
Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in
Hohenschönhausen untergebracht. Zwei Monate nach der Enteignung Helmut
Böttchers wurde die LPG 1. Mai Wartenberg gegründet und erklärte sich zum
Verwalter des Gutshofes der Familie Böttcher.
Helmut Böttcher durfte leider bis zu seinem Tod am 14.06.1987,
nur 2 Wochen vor seinem 71. Geburtstag,
nicht wieder auf seinen Hof zurückkehren.
1994, sieben Jahre nach seinem Tod, wurde Helmut
Böttcher rehabilitiert.
Das Landgericht Berlin erkannte, dass die
Verurteilungsgründe nur dazu dienten, Helmut
Böttcher politisch verfolgen zu können, da er die
Staats- und Wirtschaftsform der Deutschen
Demokratischen Republik (DDR) nicht mittragen
wollte und somit als Gegner betrachtet wurde.
Die Entscheidungen dienten dazu, Helmut
Böttcher politisch zu disziplinieren, mundtot
zu machen und insbesondere sein
Vermögen und das Gehöft staatlicher
Kontrolle und Planwirtschaft zuzuführen.
Helmut Böttcher
(*28.06.1916 - †14.06.1987)
Seit dem Jahr 1792 ist die Familie Böttcher auf der Hofstelle an der Dorfstraße 2, einem ehemaligen Rittergut, ansässig.
Helmut Böttcher (*28.06.1916) führte den Wartenberger Hof noch bis 1953 gemeinsam mit seiner Mutter als selbständigen
landwirtschaftlichen Betrieb. Helmut Böttcher war Oberhaupt der 5. Generation und letzter Bauer auf dem Hof.
Für seinen Kampf um Gerechtigkeit und Tradition wurde er drangsaliert und enteignet.
Er erbaute einen großen Kuhstall direkt neben dem Wohnhaus.
Dieses Gebäude ist erhalten.
Danach begann die dunkle Seite des Hofes, als der Betrieb durch die örtliche
LPG verwaltet wurde. Das historische Aussehen des Hofes, wie z. B. die
Stuckfassade und das Schieferdach des Wohnhauses, sowie auch die typischen
Backsteinfassaden der Stallungen, der Backofen im Keller des Wohnhauses
und die Gewölbedecken im Pferdestall, bis hin zur großen Fachwerkscheune,
wurden zerstört. Der gesamte Nachbarhof, von Helmut Böttchers Tante
Minna, wurde abgerissen.
1953 wurde Helmut Böttcher durch die Straforgane der Deutschen
Demokratischen Republik (DDR) wegen „Durchkreuzung der
wirtschaftlichen Maßnahmen der deutschen Verwaltungsorgane und
zugleich wegen Gefährdung der Wirtschaftsplanung“ verurteilt.
Er wurde enteignet und acht Jahre lang in der zentralen
Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in
Hohenschönhausen untergebracht. Zwei Monate nach der Enteignung Helmut
Böttchers wurde die LPG 1. Mai Wartenberg gegründet und erklärte sich zum
Verwalter des Gutshofes der Familie Böttcher.
Helmut Böttcher durfte leider bis zu seinem Tod am 14.06.1987,
nur 2 Wochen vor seinem 71. Geburtstag,
nicht wieder auf seinen Hof zurückkehren.
1994, sieben Jahre nach seinem Tod, wurde Helmut
Böttcher rehabilitiert.
Das Landgericht Berlin erkannte, dass die
Verurteilungsgründe nur dazu dienten, Helmut
Böttcher politisch verfolgen zu können, da er die
Staats- und Wirtschaftsform der Deutschen
Demokratischen Republik (DDR) nicht mittragen
wollte und somit als Gegner betrachtet wurde.
Die Entscheidungen dienten dazu, Helmut
Böttcher politisch zu disziplinieren, mundtot
zu machen und insbesondere sein
Vermögen und das Gehöft staatlicher
Kontrolle und Planwirtschaft zuzuführen.
Die Gedenktafel befindet sich an der Fassade des nach ihm benannten Seniorenheim Helmut-Böttcher-Haus.
