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Heinrich Vogeler

Onkel-Bräsig-Straße 138

Hier wohnte von 1927 bis 1931
Heinrich Vogeler (12.12.1872 - 14.6.1942)
Der Maler, Grafiker und Designer
zog aus der Künstlerkolonie
Worpswede nach Berlin, um aktiv
als Künstler in die politischen
Auseinandersetzungen der Weimarer
Zeit einzugreifen. Zu einem Arbeits-
aufenthalt in Moskau weilend, verbot
die Machtergreifung der National-
sozialisten seine Rückkehr nach
Deutschland. Aus dem Exil heraus
hatte er am antifaschistischen
Widerstand teil. Nach Kasachstan
evakuiert, starb er 1942.

Die Metalltafel aus dem Neuköllner Gedenktafelprogramm, die rechts ein eingeätztes Portraitfoto Vogelers zeigt, ist links neben der Haustür befestigt. Enthüllt wurde sie am 12. Mai 1995.

Vogeler lebte von 1894-1924 in Worpswede. Er war einer der besten Buchillustratoren seiner Zeit. "Aber Vogeler konnte mehr als das. Er entwarf Möbel und schuf das Design für Porzellan, Gläser, Bestecke, Schmuck; er gestaltete zwischen 1903 und 1905 die Güldenkammer des Bremer Rathauses bis in die Prägung der Ledertapeten hinein." (Eckart Klessmann) Der Kriegsfreiwillige von 1914 wandelte sich zum Kommunisten, begann nach dem Ersten Weltkrieg ein Kommunenexperiment auf seinem Barkenhoff. Ab 1923 - dem Jahr, in dem er der KPD beitrat - bereiste er mehrfach die Sowjetunion. Von 1931 an lebte und arbeitete er dauerhaft in Moskau. Als sich nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion die Front Moskau näherte, wurde er zwangsweise nach Kasachstan umgesiedelt, wo er einsam und im Elend starb. 

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