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Hans Krüger

Berlin 5.(oder 27.)6.1904 - Brandenburg 27.11.1944

Türrschmidtstraße 38

IN DIESEM HAUSE
WOHNTE DER
ANTIFASCHISTISCHE
WIDERSTANDSKÄMPFER
HANS
KRÜGER
GEB. AM 27.6.1904
VON DEN FASCHISTEN
ERMORDET
AM 27.11.1944
EHRE SEINEM ANDENKEN

Der parteilose gelernte Schlosser und Mechaniker wurde im Juli 1943 wegen antinazistischer Äußerungen denunziert und vom Kammergericht wegen „Wehrkraftzersetzung” zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Dieses Urteil hob der Volksgerichtshof auf und wandelte es in einem „beschleunigten Wiederaufnahmeverfahren” am 27.10.1944 in ein Todesurteil um, das im Zuchthaus Brandenburg vollstreckt wurde.
Die schon im Frühjahr 1992 beschmierte Tafel wurde durch Klaus Körner, einen ehemaligen Hausbewohner, restauriert und neu befestigt, aber Anfang 2007 entwendet. Ihre Inschrift lautete (leicht abweichend):
HIER WOHNTE DER
ANTIFASCHISTISCHE
WIDERSTANDSKÄMPFER
HANS
KRÜGER
GEB. AM 27.6.1904
VON DEN
FASCHISTEN ERMORDET
AM 27.11.1944
EHRE SEINEM
ANDENKEN

Die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE übernahm die Kosten für die Herstellung und Anbringung der in Gestaltung und Inschrift dem Original stark ähnelnden neuen Tafel, die am 27.11.2007 von Bezirksstadträtin Katrin Framke und Dagmar Müller (Betroffenenvertretung Kaskelkiez) enthüllt wurde. Auch diese Tafel ist später nach Sanierungsarbeiten wieder ausgetauscht worden (Das Foto zeigt die Tafel im Januar 2016).
Eine frühe Vorläufertafel trug unter einem auf der Spitze stehenden Dreieck mit aufgesetzten Buchstaben KZ die Inschrift:
Hier wohnte der Antifaschist
Hans Krüger
geboren 27.6.1904
hingerichtet 27.11.1944

Das Gedenkbuch für die in Brandenburg Hingerichteten nennt als Geburtsdatum den 5.6.1904. Ein Foto der frühen Tafel findet sich in der Objektdatenbank des Deutschen Historischen Museums unter
http://www.dhm.de/datenbank/dhm.php?seite=5&fld_0=BA406864 (zuletzt aufgerufen am 26.1.2016).

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