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Hans Bellmer

Kattowitz 13.3.1902 - Paris 24.2.1975

Ehrenfelsstraße 8a

In diesem Haus lebte von 1930 bis 1938
der Graphiker, Zeichner, Maler und Photograph
HANS BELLMER
13.3.1902 - 24.2.1975
Weltruhm erlangte er durch seine Photographien
der beiden Puppen
die er hier zwischen 1933 und 1937/38 konstruierte und
in surreal-erotischen Situationen inszenierte
1938 verließ er Deutschland und ging nach Frankreich

In zur Enthüllung verteilten biographischen Angaben heißt es u.a. über Bellmer, dass er „Kindheit und Jugend” in Carlsruhe (Kreis Oppeln) verlebte und sein Vater ihn nach dem Abitur und Arbeit in einer Stahlhütte an der Technischen Hochschule Berlin einschrieb, wo er 1923/24 eher lustlos „Höhere Mathematik und Elektrotechnik” studierte.
Er machte die Bekanntschaft von John Heartfield und Rudolf Schlichter und begann durch Vermittlung von George Grosz eine Typografenkehre im Malik-Verlag Wieland Herzfeldes.
In seiner Wohnung richtete er zunächst eine Agentur für Werbezeichnungen ein. „Nach dem Machtantritt Hitlers beschließt er: ‘Als Verweigerung gegenüber dem deutschen Faschismus und der Aussicht des Krieges: Einstellung jeglicher gesellschaftlich nützlichen Tätigkeit.’ Er geht ins innere Exil und konstruiert zwei lebensgroße Puppen, die er in surreal-erotischen Situationen inszeniert. Von André Breton, Paul Eluard, Salvador Dali etc. wird ‘Die Puppe’ sofort als surrealistisches Objekt par excellence wahrgenommen ...Seit Mai 1935 nimmt (Bellmer) an verschiedenen Ausstellungen der Surrealisten teil. ... Im März 1938 reist er nach dem Tod seiner Frau überstürzt nach Paris und verlässt Berlin endgültig.”
Im Sommer 1939 wird er im Lager Les Milles interniert, kommt aber wieder frei und bleibt in Frankreich. Bellmer wird denn auch eher als französischer Künstler wahrgenommen.
Die Berliner Gedenktafel ist rechts neben dem Eingang in einem Rahmen in den Putz eingelassen. Gestiftet wurde sie von Hendrik A. Berinson (Galerie Berinson, Berlin) und Adam J. Boxer (Ubu Gallery, New York). Die Enthüllung fand am 15.4.2008 statt. Zur Enthüllung sprach Prof. Dr. Werner Spies, ehem. Direktor des Centre Pompidou in Paris.

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