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Hanno Günther

Onkel-Bräsig-Straße 108

Hier wohnte
HANNO GÜNTHER
12.1.1921 - 3.12.1942
Anführer einer Gruppe ehemaliger Schüler
der Rütli-Schule im Widerstand
gegen den Nationalsozialismus.
Er wurde in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Die Enthüllung der Berliner Gedenktafel fand am Sonntag, den 3. Dezember 1989, statt. Die Tafel ist hinter einer Eibe versteckt angebracht.

Zur Widerstandsgruppe um Hanno Günther gehörten u.a. Dagmar Petersen, Elisabeth Pungs (die beide überlebten), Emmerich Schaper (Berlin 4.8.1920 - Berlin-Plötzensee 23.11.1942), Wolfgang Pander (Berlin 12.4.1917), Bernhard Sikorski (Berlin 5.5.1921). Die Gruppe verfaßte Flugblätter und Aufkleber gegen den Krieg und ein illegales Blatt "Das freie Wort". Der Bäckergeselle Günther wurde am 29.7.1941 verhaftet und vom 2. Senat des Volksgerichtshofs unter Vorsitz von Volksgerichtsrat Hartmann im Oktober 1942 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat, von Günther begangen in Tateinheit mit landesverräterischer Feindbegünstigung, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt." (Der Tagespiegel, 15.7.1984). Am 3.12.1942 starben mit ihm Wolfgang Pander und Bernhard Sikorski durch die Hand des Henkers in Plötzensee. Für Hanno Günther existiert ein gemeinsames Grab mit seiner 1952 gestorbenen Mutter auf dem Südwestfriedhof der Berliner Stadtsynode, Stahnsdorf, Rudolf-Breitscheid-Platz, Urnenhain III, Feld 10, Wahlstelle 89.

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