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Günter Schwannecke

Braunschweig 6.7.1934 - Berlin 5.9.1992

Fritschestraße 52

Auf diesem Platz wurde der Berliner Kunstmaler
Günter Schwannecke am 29.08.1992
Opfer eines tödlichen Angriffs durch Neonazis.
Er starb, weil er Zivilcourage bewiesen hat. Er steht in
einer Reihe ungezählter Opfer von neonazistischem Terror.
Wir werden sie niemals vergessen.

Die Enthüllung der auf einem Findling befestigten Blechtafel fand am 29.8.2013 durch Bezirksstadtrat Marc Schulte im Zusammenhang mit der Benennung des Spielplatzes nach Schwannecke statt. Der Spielplatz ist an der Ecke mit der Pestalozzistraße gelegen. Der Findling steht unweit des Zugangs Fritschestraße. Die erste Fassung der Tafel zeigte den Vornamen mit “th” geschrieben. Sie wurde inzwischen nach mutwilligen Beschädigungen erneuert.
Der Ermordete verbrachte nach zeitgenössischen Berichten den Abend des Tattages gemeinsam mit seinem Freund Hagen Knuth auf einer Bank an diesem Ort. Sie wandten sich dagegen als sie mitbekamen, dass einige Rechtsradikale eine Gruppe Studierender aus Sri Lanka verbal attackierten. Daraufhin wurden beide selbst angegriffen. Während Knuth seine Verletzungen überlebte, starb Schwannecke wenige Tage später an den Folgen der erlittenen Schläge mit einem Baseballschläger auf seinen Kopf. Der 22jährige Täter wurde wenige Monate später zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt.

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