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Friedrich-Wilhelm Carl Bechstein
Gotha 1.6.1826 - Berlin 6.3.1900
Map Bergstraße 29
Friedrich-Wilhelm Carl Bechstein
1. Juni 1826 6. März 1900
Der aus dem thüringischen Gotha stammende Klavierbauer
Friedrich-Wilhelm Carl Bechstein hat sich seinen Platz in der
(Musik-)Geschichte und Gegenwart mit seiner 1853 in Berlin
gegründeten Pianofortefabrik geschaffen. Carl Bechstein arbeitete
zuerst bei verschiedenen Klavierbauerunternehmen, führte von 1848
bis 1852 die Geschäfte der Berliner Pianofortefabrik G. Perau und
reiste anschließend zu Studienzwecken nach London und Paris.
Zurück in Berlin gründete Bechstein 1853 in der Johannisstraße
seine eigene Fabrik, deren Klaviere und Flügel bald so gefragt, deren
Geschäfte schnell so gut waren, dass er sich ganz auf den Bau von
Konzertflügeln spezialisierte.
Ausgezeichnete Vernetzung, ge-
schickte Werbung und inbeson-
dere der Kontakt mit prominenten zeitgenössischen Musikern wie
etwa dem Pianisten Hans von Bülow beflügelten Bechsteins Aufstieg
entschieden. Der Ehrentitel "Geheimer Kommerzienrat" bezeugt
Carl Bechsteins gesellschaftliche Stellung und Anerkennung. 1900
präsentierte sich die Pianofabrik C. Bechstein als Hoflieferant nicht
nur des preußischen Kaisers und Königs, sondern auch der Monar-
chien Russlands, Englands und Spaniens. Bis zu der Zeit vor dem
Ersten Weltkrieg waren bei Bechstein in inzwischen vier Fabriken über tausend Mitarbeiter beschäftigt.
Der Gründer der bis heute produzierenden Flügel- und Pianofabrik starb 1900 im Alter von 74 Jahren
in Berlin. Nicht nur die Klaviere und Flügel selbst, sondern auch Räume geben Zeugnis ab für Carl
Bechsteins Genie als Klavierbauer wie auch als Geschäftsmann. Der 1901 in London neben den Geschäfts-
räumen der Firma als Bechstein Hall gebaute Konzertsaal (Architekt Thomas Edward Colcutt) wird bis
heute für seine weltweit herausragende Akustik geschätzt: die Wigmore Hall.
1. Juni 1826 6. März 1900
Der aus dem thüringischen Gotha stammende Klavierbauer
Friedrich-Wilhelm Carl Bechstein hat sich seinen Platz in der
(Musik-)Geschichte und Gegenwart mit seiner 1853 in Berlin
gegründeten Pianofortefabrik geschaffen. Carl Bechstein arbeitete
zuerst bei verschiedenen Klavierbauerunternehmen, führte von 1848
bis 1852 die Geschäfte der Berliner Pianofortefabrik G. Perau und
reiste anschließend zu Studienzwecken nach London und Paris.
Zurück in Berlin gründete Bechstein 1853 in der Johannisstraße
seine eigene Fabrik, deren Klaviere und Flügel bald so gefragt, deren
Geschäfte schnell so gut waren, dass er sich ganz auf den Bau von
Konzertflügeln spezialisierte.
Ausgezeichnete Vernetzung, ge-
schickte Werbung und inbeson-
dere der Kontakt mit prominenten zeitgenössischen Musikern wie
etwa dem Pianisten Hans von Bülow beflügelten Bechsteins Aufstieg
entschieden. Der Ehrentitel "Geheimer Kommerzienrat" bezeugt
Carl Bechsteins gesellschaftliche Stellung und Anerkennung. 1900
präsentierte sich die Pianofabrik C. Bechstein als Hoflieferant nicht
nur des preußischen Kaisers und Königs, sondern auch der Monar-
chien Russlands, Englands und Spaniens. Bis zu der Zeit vor dem
Ersten Weltkrieg waren bei Bechstein in inzwischen vier Fabriken über tausend Mitarbeiter beschäftigt.
Der Gründer der bis heute produzierenden Flügel- und Pianofabrik starb 1900 im Alter von 74 Jahren
in Berlin. Nicht nur die Klaviere und Flügel selbst, sondern auch Räume geben Zeugnis ab für Carl
Bechsteins Genie als Klavierbauer wie auch als Geschäftsmann. Der 1901 in London neben den Geschäfts-
räumen der Firma als Bechstein Hall gebaute Konzertsaal (Architekt Thomas Edward Colcutt) wird bis
heute für seine weltweit herausragende Akustik geschätzt: die Wigmore Hall.
Auf der Tafel befinden sich drei Abbildungen, die Bildunterschriften lauten v.o.n.u.:
Carl Bechstein, Porträt 1893
Bechstein-Archiv Berlin
Programmzettel Eroffnung der Wigmore Hall,
31. Mai 1901, Wigmore Hall Archive
Saal der Wigmore Hall, London, undatierte Aufnahme
Wigmore Hall Archive
Mittig rechts lässt sich durch Knopfdruck Musik abspielen, darüber befindet sich die Werksangabe:
Ludwig van Beethoven
Klavier-Sonate Nr. 1 in F-Dur op. 2/1,
Arthur Schnabel auf Bechstein Flügel
