Friedhöfe vor dem Halleschen Tor
Map Mehringdamm 21
Friedhof Jerusalem und Neue Kirche III
Zur Entstehungsgeschichte der Friedhöfe am
Halleschen Tor
Die Friedhöfe am Halleschen Tor sind die ältes-
ten evangelischen Friedhöfe Berlins auf denen
heute noch bestattet wird.
Zur Entstehungszeit, um 1735, war man aus
Platz- und insbesondere hygienischen Gründen
gehalten, Friedhöfe außerhalb des Stadtbereichs
anzulegen.
Bis zu diesem Zeitpunkt bestattete man die Toten
im Allgemeinen entweder in der Kirche, an den
äußeren Kirchenmauern oder auf dem unmittel-
bar an der Kirche gelegenen Kirchhof. Dies war
allerdings vorrangig ein Privileg des Adels und
der reicheren Bürgerschaft; weniger Vermögende und
Arme wurden außerhalb der Stadtmauern auf
sog. Armenfriedhöfen begraben.
So scheint auch das Friedhofsareal am Halleschen
Tor ursprünglich als Armenfriedhof konzipiert
worden zu sein, denn in einem zeitgenössischen
Schreiben heißt es wörtlich: „...damit sonderlich
die Armen ihre Leichen vor das Thor bringen
können“.
In den Jahren 1755 und 1796 erfolgten die ersten
Erweiterungen - mit der Entstehung des Fried-
hofs II der Jerusalems- und Neuen Kirche kamen
auch eine erste planmäßig angelegte Wege- und
Alleenstruktur hinzu.
Des weiteren nutzten neben der Jerusalems- und
Neuen Kirche die Gemeinde der böhmischen
Einwanderer ab 1732 den Begräbnisplatz -
wobei 1746 sich die Böhmische Brüdergemeine
mit ihrem eigenen Gottesacker abtrennte.
Auch die Dreifaltigkeitsgemeinde legte im Jahre
1742 ihren ersten Friedhof auf dem Areal an.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde der an-
fangs unpopuläre Friedhofsstandort zunehmend
beliebter; erkennbar wird dies an dem heute noch
vergleichsweise hohen Anteil an erhaltenen Grab
mälern aus dieser Zeit.
Die letzte Erweiterung der Friedhöfe am Halle-
schen Tor fand 1819 durch die Eröffnung des III.
Friedhofs der Jerusalems- und Neuen Kirchenge-
meinde, angelegt mit kreuzförmiger Haupter-
schließung durch Alleen, als sog. Vierfelderanla-
ge, statt.
Der Apparat zur Erweckung Scheintoter
Neben der Verbesserung hygienischer Verhält-
nisse im Bestattungswesen war der Schutz vor
dem Scheintod ein Hauptanliegen des Friedhofs-
wesens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
So ist immer wieder zu lesen, dass auf dem Fried-
hof III der Jerusalems- und Neuen Kirchenge-
meinde am heutigen Mehringdamm ein „Leichen-
und Rettungsgebäude für Scheintodte“ errich-
tet wurde, in dem ein Apparat zur Erweckung
Scheintoter installiert war. Umfangreiche Re-
cherchen konnten die Existenz eines solchen Ap-
parates bisher nicht beweisen.
Eingriffe in die Bestandsstruktur
Im Jahr 1937 sahen die Planungen Albert Speers
zur Welthauptstadt „Germania“ vor, sämtliche
innerstädtischen Friedhöfe und damit auch den
Standort am Halleschen Tor zu beseitigen; diese
Konzeptionen wurden aufgrund des Kriegsbe-
ginns nicht verwirklicht. Aus dieser Zeit stammt
allerdings der zivile Schutzbunker, der sich
im nordwestlichen Teil der Anlage befindet.
Zur Verlängerung der Blücherstraße wurde im
Jahr 1965 ein 32,00 Meter breiter Streifen des
ursprünglichen Geländes planiert. Damit gingen
650 Grabstellen sowie weite Teile des Böh-
mischen Gottesacker strukturell verloren.
Als Ersatz für die verlorengegangene Begräbnis-
fläche wurde im Jahre 1967 der im Norden an
den III. Friedhof der Jerusalem und Neuen Kir-
chengemeinde angrenzende Teil angekauft und
ab dem Frühjahr 1973 neu belegt.
Denkmalpflegerische Bestandserhaltungsmaß-
nahmen
Von 1984 bis 1987 wurde mit Sondermitteln zur
750-Jahr-Feier Berlins ein umfangreiches Si-
cherungs- und Konservierungsprogramm
durchgeführt. Dies war ein Grundstein zur Ent-
wicklung nachhaltiger Erhaltungskonzepte, die
seitdem schrittweise weiterentwickelt und auch
auf anderen Berliner Friedhöfen fortgeführt
werden.
Nach umfangreichen Bestandsaufnahmen, ent-
wickelte die Denkmalpflege zusammen mit Ar-
chitekten, Garten- und Landschaftsplanern,
Bau- sowie Kunsthistorikern eine Leitidee, die
im Wesentlichen aus vier Elementen besteht:
1. Schutzmaßnahmen, die den laufenden Ver-
fall stoppen, bzw. verlangsamen sollen, wie z. B.
Schutzdächer, Einhausungen oder Verblech-
ungen
2. Konservierungsmaßnahmen, die dem un-
mittelbaren Oberflächenschutz dienen; wie z. B.
Anstriche oder Hydrophobierungen
3. Das Verbringen besonders gefährdeter Ein-
zelobjekte in geschützte Räume
4. Restaurierungsmaßnahmen an ausgesuchten
Grabmalen, die stark geschädigt, bzw. gefährdet
sind und einen hohen kunst- und kulturhistori-
schen Rang besitzen. Hier kommen konservato-
rische und auch restauratorische Maßnahmen
wie Festigungen, Teilerneuerungen oder auch Er-
gänzungen zur Ausführung
Die notwendigen Zuwendungsmittel für den
Erhalt der Anlagen kamen dabei von der Stiftung
Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB), dem
Landesamt für Denkmalpflege Berlin (LDA),
dem Bezirksamt Kreuzberg - Friedrichshain von
Berlin, ferner durch eine Vielzahl an Einzelspen-
den. Koordiniert wurden die Maßnahmen durch
die Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe
in Berlin - Brandenburg.
Die Familie Mendelssohn: ihre Grabstätten
und die Dauerausstellung zur Familienge-
schichte in der ehemaligen Friedhofskapelle
des Dreifaltigkeits-Kirchhof I
Die Grabstätten der Familie Mendelssohn, ins-
besondere die des Komponisten Felix Mendels-
sohn Bartholdy und seiner Eltern, Lea und Ab-
raham Mendelssohn, lassen erkennen, wie die
Nachkommen des berühmten jüdischen Philo-
sophen Moses Mendelssohn ihren Weg in die
Berliner Gesellschaft gefunden hatten – und dass
dieser Weg möglich war.
So ruhen auf den Friedhöfen der Jerusalems-
und Neuen Kirchengemeinde insgesamt 28 ge-
taufte Nachkommen Moses Mendelssohns und
deren Partner.
In der ehemaligen Friedhofskapelle des Dreifal-
tigkeits-Kirchhof I konnten mit Mitteln der
Stiftung DKLB und des Evangelischen Fried-
hofsverbandes Berlin Stadtmitte eine Daueraus-
stellung zur Geschichte der Familie realisiert
werden: dazu zählen 26 biographische und 24
thematische Tafeln, mit über 300 Abbildungen
– darunter zahlreiche Reproduktionen bislang
nicht gezeigter Dokumente und Porträts.
Es ist die erste umfassende Präsentation zur ge-
amten Mendelssohn-Familie, die über 150
Jahre deutsch-jüdischer Geschichte maßgeblich
beeinflusst hat.
Gegenüber der Ausstellungskapelle befindet
sich eine gesonderte Informationstafel über
den Friedhof Dreifaltigkeit I.
FRIEDHÖFE VOR DEM HALLESCHEN TOR
Friedhof Jerusalem Neue Kirche III
History of the Graveyards at Hallesches Tor
The graveyards at Hallesches Tor are the oldest
of Berlin's Evangelical graveyards which are still
used for funerals.
Originally, around 1735, this area was outside
the city walls. Up until then, the dead were ge-
nerally buried inside the church, beside the
church's walls or in the churchyard. However,
due to the lack of space and for hygienic reasons,
cemeteries were laid outside the city area.
The first extensions were made in 1755 and
1796. With the genesis of Cemetery II of the
Jerusalem's and New Church, systematically plan-
ned pathways and avenue structures were added.
From 1732 the Bohemian community utilized
the graveyard until 1746, when the Bohemian
Brotherhood began a separate cemetery.
The German-Lutheran Trinity Church started
their first graveyard within the area in 1742.
The last expansion took place in 1819, by the
opening of Cemetery III for the Jerusalem's and
New Church. It was laid out with a cross-
shaped main access consisting of avenues.
Interference with the Cemeteries' continued
existence
In 1937 Albert Speer's plan for the World's Ca-
pital City "Germania" included the removal of
the cemeteries at Hallesches Tor. However, due
to the outbreak of war this did not happen.
The civil bombing shelter in the north-west part
of the graveyard dates back to this time.
In 1965 the extension of Blücherstraße meant a
32 meter strip of the original area was
flattened/bulldozed. In 1967 a section of adja-
cent land to the north of the cemeteries was
purchased as a replacement and has been in use
since 1973.
Conservation, Preservation and Care of Hi-
storical and Ancient Sites and Monuments
As part of the 750 year Berlin Celebration, from
1984 to 1987 an extensive safety and conservati-
on programme was undertaken. This was the
foundation to the development of sustainable
concepts of conservation, which have, ever since,
gradually been further developed and applied to
other graveyards in Berlin.
Funds have been donated by the National Lotte-
ry (Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
DKLB), the Berlin State Office for the Preserva-
tion of Monuments (LDA), the District Office
of Kreuzberg-Friedrichshain of Berlin, plus nu-
merous private donations. Co-ordination of the
procedures was carried out by the Historical
Churchyards Foundations in Berlin-
Brandenburg (Stiftung Historische Friedhöfe in
Berlin-Brandenburg).
The Mendelssohn Family: gravesites and per-
manent exhibition of the family history in the
former cemetery chapel in the Trinity Church
churchyard.
The gravestones of the Mendelssohn family, in
particular those of Felix Mendelssohn Bartholdy,
the composer, and his parents Lea and Abraham
Mendelssohn are displayed. In addition, informa-
tion as to how the descendants of the famous
Jewish philosopher Moses Mendelssohn found
their place in Berlin society and how that way
was possible.
Funds from the DKLB and the Evangelical Grave-
yard Associations of Berlin City Centre have
enabled a permanent exhibition about the
family history to be displayed inside the former
cemetery chapel of the Trinity Church
churchyard; it is the first presentation to include
the whole of the Mendelssohn family, which has
significantly influenced more than 150 years of
German-Jewish history.
L'historique des cimetières près du
Hallesches Tor
Les cimetières près du Hallesches Tor sont les
plus anciens cimetières protestants de Berlin
dans lesquels il y a toujours des inhumations.
Dans son temps de formation, vers l'année
1735, cette surface se trouvait toujours à
l'extérieur du mur d'enceinte de Berlin. Jusque-
là, en général, les défunts ont été enterré ou dans
l'église, près du mur de l'église ou sur le cimetiè-
re situé à côté de l'église. Mais en raison de
manque de place et de l'hygiène, désormais on
était tenu d'aménager les cimetières dehors de la
ville.
Dans les années 1755 et 1796, on faisait les pre-
miers élargissements et avec la création du cime-
tière II de l'Église de Jérusalem
(Jerusalemskirche) et de la Nouvelle Église
(Neue Kirche), il y avait pour la première fois
une structure planifiée de chemins et allées. A
partir de l'année 1732, la paroisse des immigrés
bohémiens utilisait cet emplacement pour des
inhumations - cependant dans l'année 1746 les
Frères tchèques se séparaient par l'aménagement
d'un propre cimetière.
La Paroisse de la Trinité créait son premier cime-
tière sur cette surface dans l'année 1742.
Le dernier élargissement a eu lieu dans l'année
1819 par l'ouverture du cimetière III des par-
oisses de l'Église de Jérusalem et de la Nouvelle
Église, aménagé par des allées cruciformes qui
divisent la surface en quatre champs.
Des interventions sur la structure existante
Selon les conceptions d'Albert Speer de 1937
concernant la capitale mondiale «Germania »,
les cimetières près du Hallesches Tor devaient
disparaître, ce qui ne pouvait plus être réalisé à
cause du déclenchement de la guerre. Le bunker
de protection civile situé au nord-ouest de la
surface date/de cette époque.
Dans l'année 1965, dans le cadre de la prolon-
gation de la rue Blücherstraße, une bande d'une
largeur de 32,00 mètres de la surface originale a
été aplanie ; pour compenser l'espace perdu, en
1967 on a acheté une surface adjacente au nord
du cimetière qui a été utilisé pour des enterre-
ments à partir de l'année 1973.
Des mesures de conservation et d'entretien des
monuments
De 1984 jusqu'à 1987 à l'occasion des festivités
du 750ème anniversaire de Berlin a été effectué
un important programme de protection et con-
servation. Comme cela, on a jeté les bases du
développement de concepts d'entretien durables
qui dès lors sont perfectionnés progressivement
et aussi employés dans d'autres cimetières de
Berlin.
Les fonds pour ces mesures ont été mis à la dis-
position par la fondation Deutsche Klassenlot-
terie Berlin (DKLB), l'autorité du Land pour
l'entretien des monuments « Landesamt für
Denkmalpflege Berlin (LDA) », la mairie du
quartier de Kreuzberg - Friedrichshain de
Berlin et par un grand nombre de dons indivi-
duels. Les mesures ont été coordonnées par la
fondation pour les cimetières historiques de
Berlin-Brandebourg « Stiftung Historische
Kirchhöfe in Berlin - Brandenburg ».
La famille Mendelssohn: leurs sépultures et
l'exposition permanente sur l'histoire de la
famille dans l'ancienne chapelle du cimetière
de la Trinité I
Les sépultures de la famille Mendelssohn, no-
tamment les du compositeur Felix Mendelssohn
Bartholdy et de ses parents, Lea et Abraham
Mendelssohn, montrent comme les descendants
du fameux philosophe juif Moses Mendelssohn
avaient trouvé l'accès à la société berlinoise – et
que cela était possible.
Les fonds de la fondation DKLB et de la fédéra-
tion des cimetières protestants de Berlin-Centre
« Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadt-
Mitte » ont permis la réalisation d'une exposition
permanente sur l'histoire de la famille dans
'ancienne chapelle du cimetière de la Trinité I;
c'est la première présentation détaillée de toute
la famille Mendelssohn qui pendant plus de 150
ans a influencé considérablement l'histoire alle-
mande et juive.
Bedeutende Grabstätten
1. Stargemann, Friedrich August von, 1763 – 1840, Politiker
2. Löwenstein, Rudolf, 1819 – 1891, Dichter
3. Schering, Rudolf, 1843 – 1901, Militär
4. Friedländer Fuld, Friedrich Viktor von, 1858 – 1917, Großindustrieller
5. Schering, Werner, 1870 – 1941, Militär
6. Adam, Curt, 1875 – 1941, Mediziner
7. Huhn, Diether, 1935 – 1999, Jurist, Schriftsteller, Hochschullehrer
8. Hauck, Familie,
9. Lesser, Rudi, 1901 – 1988, Maler, Verfolgter des NS Regimes
10. Chamisso, Adalbert von, 1781 – 1838, Dichter und Naturforscher
11. Kubasch, Gerda, geb. Kriewitz, 1909 – 1990
12. Prinz, Georg, 1867 – 1916
13. Fisscher, Alfons, Unternehmer
14. Kunde, Richard Julius, 1805 – 1867, Apotheker, Kommunalpolitiker
15. Feller, Fritz, 1840 – 1910
16. Dieckmann, Helmuth, 1941 – 1968, Maler
17. Hellmann, August Karl Friedrich, 1776 – 1858, Unternehmer, Politiker
18. Prächtel, Mausoleum, Hofausstatter
19. Gräfe, Kaufmannsfamilie
20. Funck, Franz Ernst Theodor, 1768 – 1820, Ingenieur
21. Dellbrück, Gottlieb Adelbert, 1822 – 1890, Jurist, Bankier
22. Kuhte, Carl Friedrich, 1775 – 1857, Kaufmann
23. Müller, Karl Christian, 1775 – 1847, Publizist
24. Krug, Georg Friedrich, 1812 – 1893, Kaufmann, Kommunalpolitiker
25. Jolly, Friedrich, 1844 – 1904, Psychiater
26. Lette, Wilhelm Adolf, 1799 – 1868, Politiker, Jurist
27. Barth, Johann Heinrich, 1821 – 1865, Geograph und Forschungsreisender
28. Radecke, Rudolf, 1829 – 1893, Musikdirektor und Komponist
29. Stower, Willy, 1864 – 1931, Schiffsmaschinenbauingenieur
30. L'Arronge, Adolph, 1838 – 1908, Theaterleiter und Schriftsteller
31. Labes, Richard, 1848 – 1912, Königlicher Generalmajor zu D.
32. Langhans, Carl Ferdinand, 1781 – 1869, Architekt
33. Bolle, Louis A., 1827 – 1882, Unternehmer und Brauereibesitzer
34. Clausing, Johann Heinrich, 1792 – 1857
35. v. Siemens, Carl von, 1829 – 1906, Industrieller
36. v. Siemens, Werner von, 1856 – 1900
37. Bornbach, Wilhelm Albert Franz, 1857–1922, Landschaftsmaler
Brombach, Wilhelm, 1855 – 1946, Maler
Brombach, Wilhelm, 1818 – 1900,
Brombach, Albert, 1859 – 1886, Landschaftsmaler
38. Zimmermann, Hans Dieter, 1925 – 1995, Evangelischer Theologe
39. Glaßbrenner, George Adolf Theodor, 1810 – 1876, Schriftsteller
Glaßbrenner, Peroni, Adele 1813 – 1895, Schauspielerin
40. Kriwath, Herbert, 1900 – 1982, Evangelischer Theologe
41. Helfmann, Ernst Theodor Amadeus, 1776 – 1822, Jurist, Schriftsteller,
Komponist, Dirigent, Maler
42. Kamper, Dietmer, 1936 – 2001, Philosoph
43. Lettau, Reinhardt, 1929 – 1996, Literaturwissenschaftler, Schriftsteller
44. Garcke, Christian August Friedrich, 1819 – 1904, Botaniker, Pharmazeut
45. Venzky, Adolf, 1815 – 1917, Unternehmer, Kommunalpolitiker
46. Schering, Ernst Christian Friedrich, 1824 – 1889, Apotheker, Unternehmer
Schering, Richard, 1859 – 1942, Apotheker, Unternehmer
47. Klünner, Hans Werner, 1928 – 1999, Berlin Historiker
48. Wolfing, Leopold, Erzherzog Leopold von Habsburg, 1869 – 1935,
Schriftsteller, Journalist
49. Simson, Clara Elise Beate von, 1897 – 1983, Kommunalpolitikerin
50. Simson, Eduard Martin Sigismund von, 1810 – 1899, Jurist und Politiker
51. Dehnicke, Paul 1839 – 1914, Schauspieler
52. Harich, Walther, 1888 – 1931, Schriftsteller, Dichter und Musiker
Harich, Wolfgang, 1923 – 1995, Philosoph, Publizist,
Widerstandskämpfer gegen das NS Regime
53. Borchardt, Karl Wilhelm, 1817 – 1880, Mathematiker
54. Berndt, Herrmann, 1808 – 1880, Jurist
55. Chamisso, Herrmann Freimund von, 1832 – 1886, Mediziner
56. Frieb–Blumauer, Minna, 1816 – 1886, Schauspielerin
57. Döring, Theodor, 1803 – 1878, Schauspieler
58. Junkermann, August, 1832 – 1915, Schauspieler, Regisseur
59. Berndal, Carl Gustav, 1830 – 1885, Schauspieler
60. Knille, Otto, 1832 – 1898, Maler, Illustrator
61. Reichmann, Theodor, 1849 – 1903, Sänger
62. Drory, James
63. Drory, Louis, 1846 – 1903
64. Toeche-Mittler, Christian Siegfried Theodor, 1837–1919, Verleger
65. Altrock, Constantin Julius Friedrich Eduard von, 1861–1942, Militär und Militärschriftssteller
66. Hirsekorn, Carl, 1851 – 1940, Jurist, Kommunalpolitiker
67. Kretschmann, Johann Arthur von, 1836 – 1889, Militär
68. Haase, Elise, 1828–1911, Schauspielerin und Sängerin
Haase, Ludwig Heinrich Friedrich, 1825–1911, Schauspieler
69. Tausig, Carl, 1841 – 1871, Musiker
70. Grabberg, Hermann Karl Wilhelm von, 1842 – 1926, Militär
71. Mittler, Ernst, 1785–1870, Buchhändler, Verleger, Redakteur, Politiker
Diese blaue Informationstafel geht zurück auf eine Idee des Landesdenkmalamts. Weitere Tafeln desselben Designs existieren im gesamten Stadtraum Berlins. Die Tafeln sind gerahmt von einem Stahlgestell, die Texte und Bilder befinden sich auf einer beschichteten Kunststoffplatte.
Die Bildunterschriften entsprechend der Einbettung im Fließtext lauten:
[1] Grabstätte Paul Dehnicke, Schauspieler und Mitbe–
gründer der „Schlaraffia Berolina"
Grave of Paul Dehnicke, actor and founder of
„Schlaraffia Berolina”
[2] Blücherstrasse mit Heilig–Kreuz Kirche 1954; rechts die zer–
störte Nordmauer mit der Ruine des alten Friedhofsportals
Blücherstrasse 1954, right the destroyed cemetery
[3] Grabanlage der Familie von Siemens
[4] Mausoleum Fischer, 1900
[5] Eine der zu ihrer Zeit sehr beliebten Schmuckurnen aus
Naturstein
[6] Ausschnitt aus einem seinerzeit typischen Bauantrag –
Hier Mausoleum Prächtel
[7] Mausoleum Graefe, Zustand 1959
[8] Die Ausstellungskapelle zur Familie Mendelssohn auf
dem Friedhof Dreifaltigkeit I
The chapel with the Mendelsohn exhibition
Impressum und Literaturhinweise:
References and sources:
- O ewich is so lanck- Die Historischen Fried-
höfe in Berlin Kreuzberg; Herausgegeben von
Christoph Fischer und Renate Schein, Nicol-
aische Verlagsbuchhandlung, Berlin
- Alte und neue Berliner Grabsteine; Heinz
Knobloch, Jaron Verlag Berlin
- Museum Friedhof- Bedeutende Grabmäler in
Berlin; Cornelius Stecker, Stapp Verlag Berlin
- Friedhöfe in Berlin - Ein kunst- und kultur-
geschichtlicher Führer; Klaus Hammer, Jaron
Verlag Berlin
- Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler;
Georg Dehio, Deutscher Kunstverlag, Mün-
chen Berlin
- Grabmäler in Berlin III; Peter Bloch und
Ludwig Scherhag, Schriftenreihe Berliner
Forum, Berlin
-Archivmaterial der Stiftung Historische Kirch-
höfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg
-Archivmaterial der ag friedhofsmuseum
Die Tafeln wurden erstellt von:
ag friedhofsmuseum berlin e. V.
Dennis Bilbrey, Martin Ernerth
Prenzlauer Berg 2, 10405 Berlin
mail: info@friedhofsmuseum.de
im Auftrag des
Landesdenkmalamt Berlin
Fachbereich Gartendenkmalpflege
und Archäologie-Gartendenkmalpflege-
Klosterstr. 47, 10179 Berlin
Tel: (030) 90 259 3621 Fax: (030) 90 259 3700
Friedhofsverwaltung:
Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
Hauptverwaltung Süd, Region Süd
Hermannstraße 180, 12049 Berlin
Telefon (030) 6221080 und 6222032
Fax (030) 6216457, mail:sued@evfbs.de


