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Frida Leider

Berlin 18.4.1888 - Berlin 4.6.1975

Granseer Straße 9

In diesem Haus wurde am
18. April 1888 die Opernsängerin
Frida Leider
(1888 - 1975)
geboren. Als hochdramatischer
Sopran feierte sie Triumphe an
den großen Opernbühnen der Welt.

Die Idee für die Anbringung der Tafel hatte der Wiener Opernfreund Peter Sommeregger, der seit 1994 in der Gegend wohnte. Enthüllt wurde die Messingtafel am 28. November 2002. Befestigt ist sie zwischen dem zweiten und dritten Fenster von links (Das Haus hat zur Straßenfront keine Tür!).

Fri(e)da Leider (Leider-Deman) gehörte über 30 Jahre zur Deutschen Staatsoper Unter den Linden. Sie sang alle Wagner-Partien, glänzte in Bayreuth, in London, Mailand, Paris, Wien, New York und vielen anderen großen Opernhäusern der Welt. Sie „sang nicht einfach ihre Rollen heraus, sie schöpfte sie aus. Frida Leider lebte das Bühnenleben ihrer Heroinen auf anrührend fraulich unheroische Art ihrem Publikum vor.“ (Berliner Morgenpost, 24.11.2002) Verheiratet war sie mit dem Geiger und Ersten Kapellmeister an der Oper Rudolf Deman, der als Jude nach dem Novemberpogrom 1938 in die Schweiz flüchtete. Sie blieb in Berlin, doch hielt sie ihm die Treue und unterstützte ihn, der im Exil nicht arbeiten durfte, so gut sie es bei den damaligen Devisenrestriktionen konnte. Nach dem Ende des NS-Regimes sang sie nicht mehr, führte aber Regie und leitete das Nachwuchsstudio der Oper, erhielt schließlich einen Ruf als Professorin an die Hochschule für Musik in Charlottenburg. Sie lebte viele Jahre in Neu-Westend (Reichsstraße 107 und Oldenburgallee 46a). 1981 erschien ihre Autobiographie „Das war mein Teil“.

Beigesetzt ist Frida Leider auf dem Städtischen Friedhof Charlottenburg (Heerstraße), Trakehner Allee 1, Abt. 19 N 26/27 (im gemeinsamen Grab mit ihrem Mann Rudolf Deman).

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