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Französisches Hospital

Claire-Waldoff-Straße 10

Mehr als 5000 Hugenotten,
als Evangelische
in ihrer französischen Heimat
zu Fremden geworden,
fanden 1685 in Berlin Zuflucht.
Unter dem Sinnbild des Pelikans,
der seine Jungen
mit dem eigenen Herzblut nährte,
betreuten sie ihre Kranken,
Alten und Waisen.
Das Hospitalgebäude,
hinter diesem Torbogen beginnend,
reichte von
der Friedrichstrasse bis zur Panke.

En 1685, ils ont quitté la France, leur pays
leur propre Patrie.
Ils étaient des milliers
d'émigrés protestants (huguenots).
Ils se sont refugiés outre-Rhin
plus de 5000 d'entre-eux à Berlin.
Leur communauté
- à l'image du Pélican
qui de ses entrailles
nourit ses enfants -
a su faire face à tous ses besoins,
a soigné ses malades, ses vieillards, ses infirmes
de ses propres mains.
L'étendue de terrain qu'occupait l'hôpital commençaît
tout juste au-delà de cet arceau et faisait la jonction
entre la Friedrichstrasse et la Panke.

Eine bronzene Säule mit der Skulptur eines Pelikans links vor der Durchfahrt trägt diese Inschrift. Unter dem deutschen Text ist ein ovales Schild angebracht, das einen von der Inschrift Hospital françois Berlin 1686 umrahmten Pelikan zeigt.

In der Durchfahrt ist gleich links eine kreisrunde Bronzetafel mit folgender Inschrift befestigt:

Bienheureux sont les miséricordieux,
car la miséricorde leur sera faite.
Selig sind die Barmherzigen,
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Matth. Evgl. 5,7
An diese Giebelinschrift
des kriegszerstörten Hospitalgebäudes
erinnert die französische Kirche zu Berlin
anlässlich der Aufstellung dieses Gedenkzeichens
am 29. Oktober 1994,
dem Tag des Edikts von Potsdam 1685.
Die WBM Wohnungsbaugesellschaft
Berlin-Mitte mbH
hat die Verwirklichung dieses Projektes
entscheidend gefördert.

Die Tordurchfahrt selbst ist bemalt. Linkerhand zeigt sie eine Skizze der Anlagen des französischen Hospitals und u.a. folgende Angaben:

1686 Eröffnung des Hospitals 
und des ältesten französischen 
Friedhofes 
1779 Bau der Armenbäckerei und 
der Suppenanstalt 
1805 Errichtung eines Kranken-
gebäudes 
1844 Neubau für das 1718 ge-
gründete Waisenhaus und 
die 1747 entstandene Ele-
mentarschule 
1857 Etablierung einer Pension 
für ältere Damen 
1926 Beendigung der sozialen Ak-
tivitäten in der Friedrichstraße 
Nr. 129 
1944-1945 schwere Gebäudeschäden 

Die Enthüllung des von dem Bildhauer Michael Klein geschaffenen vier Meter hohen Gedenkzeichens erfolgte am 29. Oktober 1994 durch Bezirksbürgermeister Gerhard Keil. Begonnen wurde das Projekt noch zu Zeiten der DDR.

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