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Fluchttunnel

Kremmener Straße 15

Vom Keller einer stillgelegten Bäckerei
in diesem Hause wurde ein 45 Meter langer und
sieben Meter tief liegender Tunnel gegraben,
der nach West-Berlin führen sollte.
Nur wenige Meter fehlten noch, als das Vorhaben
am 24. Mai 1963 an das Ministerium für Staatssicherheit
der DDR verraten und aufgedeckt wurde.
19 Ost-Berliner sind daraufhin verhaftet
und im Dezember 1963 in mehreren Geheimprozessen
zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Als
„Verratener Fluchttunnel Kremmener Straße 15"
steht dieses Vorhaben für die
Verzweiflung und den Mut vieler Menschen,
nach dem Bau der Berliner Mauer einen Weg
unter der menschenverachtende Grenze
hindurch in die Freiheit zu suchen.
Allein im Bereich der Bernauer Straße wurden
mindestens 12 Tunnel begonnen, von denen
jedoch nur 3 erfolgreich waren. Die anderen
Projekte scheiterten - meist durch Verrat -
vor ihrer Fertigstellung.
Gestiftet durch den Berliner Unterwelten e.V. Berlin, 24. Mai 2011

Enthüllt wurde die Bronzetafel auf der Hausfassade rechts neben der Einfahrt am 24.5.2011.

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