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Familie Selbiger

Wollankstraße 133

Hier befand sich von 1876 bis zum November-Pogrom 1938
das Geschäft des jüdischen Glasermeisters
Selig Selbiger
und seiner Frau Regina.
[Foto des Ladens]
Selig Selbiger prägte nicht nur maßgeblich das
Pankower Handwerkerleben,
sondern gründete auch 1895 mit Moses Heimann
den jüdischen Religionsverein
Agudath Achim (Vereinigung von Brüdern),
dessen Synagoge sich
in der Schönholzer Straße 10 / 11 befand.
[Foto]
Fritz Selbiger übernahm von seinem Vater
die Glaserei und führte sie bis 1962.
(Unterbrechung von 1938 - 1945)
Er überlebte die Verfolgung durch die Nazis.
Die Schwestern Hedwig und Käthe,
wie auch die Ehefrau Edith und
38 weitere Pankower Familienmitglieder wurden ermordet.
[Foto]
Selig Selbiger (1852 - 1932)
Regina Selbiger (1864 - 1951)
Käthe Selbiger (1893 - 1943)
Hedwig Selbiger (1890 - 1943)
Fritz Selbiger (1904 - 1989)
Edith Selbiger (9102 - 1943)
Zum Gedenken an die Familie
Selbiger
einem einstmals festen Bestandteil
des religiösen und kulturellen Lebens der Juden in Pankow,
das durch die Shoah vernichtet wurde.
Copyright Bild 1 und 3 Centrum Judaicum Berlin

Die schmale und hohe Acryltafel ist rechts im Eingangsbereich des Hauses befestigt. Sie geht zurück auf den Verein der Förderer und Freunde des ehemaligen jüdischen Waisenhauses e.V. und wurde im September 2004 enthüllt.

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