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[Tafel entfernt]

Eva Kleczewski

Elbing/Westpreußen (Elbląg/Polen) 5.3.1913 - 4. oder 8.9.1942

Königsberger Straße 35

In diesem Hause wohnte:
Eva Kleczewski
geb. 5.3.1913
mit ihren Kindern,
Ellen geb. 31.8.1935
Vera geb. 28.5.1937
Tana geb. 2.10.1941.
Am 4.9.1942
von Faschisten im Walde
von Shirotava ermordet.

Unter dem Namen ist mittig ein rotes, auf der Spitze stehendes Dreieck mit der darüberstehenden Abkürzung KZ gesetzt.
Nach Angaben des Bundesarchivs (Gedenkbuch) wurde Eva Kleczewski mit ihren Kindern am 5.9.1942 nach Riga deportiert. Das offizielle Todesdatum für alle ist danach der 8.9.1942. Auch ihr Ehemann Max wurde am 5.9.1942 deportiert, überlebte aber, und kehrte 1945 nach Berlin in die Königsberger Straße (heute Fredersdorfer Straße) zurück. Er ist deshalb nicht im Gedenkbuch aufgeführt. Ein viertes Kind der Familie starb vor der Deportation und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee beigesetzt. Die Zeitung Aufbau (Nr. 48, Freitag, 30.11.1945, S. 37) führt Max Kleczewski in der Neuen Berliner Liste, Dritte Fortsetzung, mit der Adresse NO 34, Königsberger Straße 34(!), auf. Wahrscheinlich war er Initiator der Tafel oder hat zumindest an ihrem Entstehen mitgewirkt.
Das Deutsche Historische Museum veröffentlicht in seiner Objektdatenbank ein Foto der Gedenktafel unter http://www.dhm.de/datenbank/dhm.php?seite=5&fld_0=BA007085 (letzter Aufruf 18.6.2014). Das Foto lässt sich aufgrund eines sichtbaren Wahlplakates und der leichten Bekleidung einer abgebildeten Person auf den Zeitraum vor der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 20.10.1946 datieren (wahrscheinlich letzte Septembertage, an denen es noch einmal Temperaturen über 20° C gab und sich dann deutlich abkühlte). Das Haus, an dem die Tafel angebracht war, existiert nicht mehr. Der Verbleib der Tafel ist nicht bekannt.

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