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Ernst Niekisch

Trebnitz/Niederschlesien (Trzebnica/Polen) 23.5.1889 - Berlin 23.5.1967

Koblenzer Straße 8

In diesem Haus lebte
Ernst Niekisch
von 1947 bis zu seinem Tode 1967
»Entweder wir sind ein revolutionäres Volk, oder wir
werden endgültig aufhören, ein freies Volk zu sein«

Nie­kisch engagier­te sich parteipoli­tisch ab 1917 auf der Linken ( SPD, USPD), war Landtagsabge­ord­neter in Bayern. 1931 veröffentlichte er sein Buch "Hitler, ein deutsches Verhäng­nis". Wegen seines Engage­ments gegen den Natio­nalsozia­lismus wurde er am 22.3.1937 ver­haftet und wegen "Hoch­verrats" zu einer lebenlangen Zucht­haus­strafe verur­teilt. 1945 wurde er aus dem Zucht­haus Branden­burg-Görden be­freit. Er wurde Mitglied der KPD/ SED, lehrte ab 1948 an der Humboldt-Univer­sität und wurde Mitglied der Volks­kammer. Seine Kritik an den Mißstän­den, die zum Arbeiter­aufstand vom 17. Juni 1953 führten, brachte den Bruch mit dem System. Er trat aus der SED aus, legte alle Ämter nieder und siedelte 1954 nach West-Berlin über. Die kleine Metall­tafel (wahr­scheinlich Eisen) war rechts neben der rech­ten Erd­ge­schoßwoh­nung ange­bracht. Sie wurde während Renovierungsarbeiten 2003/04 abgenommen und bisher nicht wieder angebracht.

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