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Ernst Boris Chain

Berlin 19.6.1906 - Mulranny oder Castlebar (Irland) 12.8.1979

Turmstraße 22

Für die Entwicklung des Penicillins
erhielt
ERNST BORIS CHAIN
Tiergarten 19.6.1906 - 12.8.1979 Irland
im Jahre 1945 den Nobelpreis für Medizin
gemeinsam mit
Sir Alexander Fleming und Sir Howard Walter Florey.
Bis zu seiner Emigration 1933
lebte der Biochemiker Ernst Boris Chain
in seinem Heimatbezirk Tiergarten.

Chain floh vor den Nazis bereits 1933 nach Großbritannien, nachdem sie ihm wegen seiner jüdischen Herkunft den Arbeitsplatz genommen hatten. Dort wirkte er an der Entdeckung und Nutzbarmachung des Penicillins mit. Seine Mitpreisträger Sir Howard Walter Florey (Adelaide/Australien 24.9.1898 - Oxford 21.2.1968) und Sir Alexander Fleming (Lochfield Darvel 6.8.1881 - London 11.3.1955) kamen aus Oxford bzw. London.
Enthüllt wurde die Berliner Gedenktafel am 22.2.1990 durch Bezirksbürgermeister Wolfgang Naujokat im damaligen Haus der Gesundheit. Die Tafel befand sich im Gebäudeinneren im Bereich des Eingangs III. Nach Teilabriss und Umbau des Hauses, das jetzt von der Staatsanwaltschaft genutzt wird, befindet sich die in einem Edelstahlrahmen befestigte Tafel im Eingangsbereich links an der Wand.
Der aufder Tafel anegebene Geburtsort Chains Tiergarten ist fraglich, da lt. Adressbuch 1906 wie 1907 die Anschrift der elterlichen Wohnung (Dr. phil. Michael Chain) mit NW 6, Philippstraße 6, angegeben wird. Erst später gab es einen Umzug nach Alt-Moabit. Als Sterbeorte in Irland, wo sich Chain auf einer Reise befand (Aufbau, 24.8.1979, S. 4) finden sich die im Westen gelegenen Orte Mulranny und Castlebar.

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