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Erna Proskauer
Bromberg (Bydgoszcz/Polen) 5.10.1903 - Berlin 18.1.2001
Map Erna-Proskauer-Platz
Erna-Proskauer-Park
Erna Proskauer (1903-2001)
Erna Proskauer schloss 1931 ihre juristische Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen in Berlin
ab und strebte eine Karriere als Richterin an. Seit 1930 lebte sie in der Schwäbischen Straße 3 in
Schöneberg. Aufgrund des nationalsozialistischen Gesetzes zur Wiederherstellung des
Berusfbeamtentums wurde sie wegen ihrer jüdischen Herkunft im April 1933 beurlaubt und im Juli
1933 aus dem Staatsdienst entlassen. Noch im selben Jahr emigrierte sie zunächst nach
Frankreich, 1934 nach Palästina.
1953 kehrte sie nach West-Berlin zurück. Sie ging fest davon aus, ihre juristische Laufbahn als
Richterin forstsetzen zu können, doch ihr Antrag wurde abgelehnt. Sie klagte dagegen, verlor aber
1956 in letzter Instanz. Die diskriminierende Begründung lautete, dass sie aus
beamtenrechtlichen Gründen “als verheiratete Frau” nicht in den Justizdienst aufgenommen
worden wäre.
Daraufhin arbeitete sie ab 1957 als Anwältin und unterstützte Opfer des Nationalsozialismus bei
Entschädigungsanträgen. 1962 wurde sie zusätzlich als Notarin bestellt. Für ihr Engagement
erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz.
Erna Proskauer (1903-2001)
Erna Proskauer schloss 1931 ihre juristische Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen in Berlin
ab und strebte eine Karriere als Richterin an. Seit 1930 lebte sie in der Schwäbischen Straße 3 in
Schöneberg. Aufgrund des nationalsozialistischen Gesetzes zur Wiederherstellung des
Berusfbeamtentums wurde sie wegen ihrer jüdischen Herkunft im April 1933 beurlaubt und im Juli
1933 aus dem Staatsdienst entlassen. Noch im selben Jahr emigrierte sie zunächst nach
Frankreich, 1934 nach Palästina.
1953 kehrte sie nach West-Berlin zurück. Sie ging fest davon aus, ihre juristische Laufbahn als
Richterin forstsetzen zu können, doch ihr Antrag wurde abgelehnt. Sie klagte dagegen, verlor aber
1956 in letzter Instanz. Die diskriminierende Begründung lautete, dass sie aus
beamtenrechtlichen Gründen “als verheiratete Frau” nicht in den Justizdienst aufgenommen
worden wäre.
Daraufhin arbeitete sie ab 1957 als Anwältin und unterstützte Opfer des Nationalsozialismus bei
Entschädigungsanträgen. 1962 wurde sie zusätzlich als Notarin bestellt. Für ihr Engagement
erhielt sie 1995 das Bundesverdienstkreuz.
Die Benennung der kleinen Grünanlage unweit des Innsbrucker Platzes erfolgte am 23.3.2026. Es sprachen Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und die Biografin von Ernau Proskauer, Dr. Sabine Berghahn. Die Schilder sind am Rande des Durchgangs durch die Anlage in der Verlängerung der Eisackstraße aufgestellt.
