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Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (2)

Katharina-Heinroth-Ufer

Am Abend des 15. Januar 1919 wurden Dr. Rosa Luxemburg und Dr. Karl Liebknecht
von Soldaten und Offizieren der Garde-Kavallerie-Schützen-Division mißhandelt und ermordet.
Rosa Luxemburg, tödlich verwundet oder tot, wurde an dieser Stelle von ihren Mördern in den Landwehrkanal geworden;
Karl Liebknecht wenig später am Neuen See, einige hundert Meter nördlich von hier, erschossen.
Der andere Teil dieses Mahnmals bezeichnet den Ort seiner Ermordung.
Im Kampf gegen Unterdrückung, Militarismus und Krieg starb die überzeugte Sozialistin Rosa Luxemburg
als Opfer eines heimtückischen politischen Mordes.
Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen
lassen die Fähigkeit der Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen.
Sie kann und darf kein Mittel irgendeiner Konfliktlösung sein und bleiben.
Berlin, 1987

Das Denkmal und die Gedenktafel befinden sich am Landwehrkanal oberhalb der Lichtensteinbrücke. Der Entwurf stammt von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte. Die offizielle Einweihung war am 17. Dezember 1987.
Bereits Ende der 1960er / Anfang der 1970er Jahre wurde auf Anregung des "Marxistischen Arbeitskreises" in der SPD aus Sondermitteln des Bezirks 2.500,- DM zur Verfügung gestellt und am 26. Juli 1971 am Lützowufer (neben der Corneliusbrücke in Höhe der Einmündung der Keithstraße) eine Tafel enthüllt. Die neben dem Ufergitter des Landwehrkanals angebrachte Tafel gibt es seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr, weil sie damals von Unbekannten gesprengt wurde. Sie befand sich auch nicht an den tatsächlichen Mordstellen. Ihre Inschrift lautete:
Rosa Luxemburg
geb. 5.3.1871
Karl Liebknecht
geb. 13.8.1871
Vorkämpfer für Frieden ? Demokratie ? Sozialismus
wurden in unmittelbarer Nähe dieser Stelle am
15. Januar 1919
ermordet

Beider Grabstätten (Symbolgräber) befinden sich auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20 (Gedenkstätte der Sozialisten).

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