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Ermordeter Deserteur in Wilmersdorf

Uhlandstraße 103

Hier wurde in den letzten Tagen des April 1945
ein 17-Jähriger von Nationalsozialisten erhängt.
Zur Erinnerung an ihn und alle anderen,
die sich der Teilnahme am Krieg verweigerten
und deshalb ermordet wurden.

Es gibt nur wenige Informationen über den ermordeten Jugendlichen, dessen in den ersten Nachkriegsjahren offenbar alljährlich gedacht wurde. Man kennt zwar seinen Namen nicht, aber das Alter soll korrekt sein. Berichtet wurde, dass er eine SS-Uniformjacke trug und sich in einem Keller versteckt hielt. Ob er der SS angehörte oder die Jacke nur mangels anderer Bekleidung trug, ist ebenfalls unbekannt. Der Tote soll zur Abschreckung tagelang aufgehängt geblieben sein. Die Uhlandstraße war damals schmaler und reichte in ihrem südlichen Teil nur bis zur Wilhelmsaue. Weiteres unter http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archive/2013/07/05/uhlandstrasse_1945 (zuletzt aufgerufen am 24.4.2015).

Die Einrichtung der Gedenktafel - auch im Gedenken an andere ermordete Kriegsdienstverweigerer und Deserteure - geht auf Dr. Michael Roeder zurück, der sich engagiert dafür einsetzte. Die pultförmige Edelstahltahltafel (Gestaltung Helga Lieser) steht auf dem südlichen Mittelstreifen der Kreuzung Uhlandstraße / Berliner Straße. Enthüllt wurde sie am 24.4.2015 mit mehreren Ansprachen unter Teilnahme von rd. 150 Gästen. Allein die Rede von Dr. Gumpel wurde von seinem Sohn verlesen.

Mehr zu den Ansprachen unter http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archive/2015/04/25/gedenktafel_fuer_ermordete_des (zuletzt aufgerufen am 4.5.2015). 

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