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Erich Joseph Klausener

Düsseldorf 25.1.1885 - Berlin 30.6.1934

Keithstraße 8

HIER WOHNTE VON 1925 - 1934 MINISTERIALDIREKTOR
DR. ERICH KLAUSENER
25.1.1885 - 30.6.1934
DR. ERICH KLAUSENER WAR LEITER DER
POLIZEIABTEILUNG IM PREUSSISCHEN
INNENMINISTERIUM UND WURDE BEREITS
AN 2. FEBR. 1934 WEGEN SEINES WIDER-
STANDES GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS
INS REICHSVERKEHRSMINISTERIUM VERSETZT.
SEIT 1928 WAR ER VORSITZENDER DER
KATHOLISCHEN AKTION IM BISTUM BERLIN.
DR. KLAUSENER WURDE AM 30.6.1934 VON
EINEM SS-MANN IN SEINEM BÜRO ERSCHOSSEN.

Nur ein Jahr nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wurde Klausener in die Schiffahrtsabteilung des Reichsverkehrsministeriums versetzt. Am 24.6.1934 wandte er sich vor 60.000 Gläubigen auf dem 32. Deutschen Katholikentag auf der Pferderennbahn Hoppegarten gegen die NS-Rassenpolitik. Im Zusammenhang mit dem sog. "Röhm-Putsch" befahl Göring die Erschießung Klauseners am Mittag des 30. Juni 1934.

In der Kirche Maria Regina Martyrum, Charlottenburg, Heckerdamm 230, befindet sich eine (symbolische?) Grabstätte Klauseners. Gegenüber dem Eingang zum St. Matthias-Friedhof, Tempelhof, Röblingstraße 91, befindet sich seit den frühen 1950er Jahren ein Grabstein für Klausener und seine (wesentlich später gestorbene) Frau.

Die Tafel (Kupferlegierung) in der Keithstr. 8 (1934: Lutherstraße 47) wurde am 5.3.1988 rechts neben der Einfahrt enthüllt.

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