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Ansicht Gedenktafel Elisabeth Schumacher
Ansicht Gedenktafel Elisabeth Schumacher - Bild 1

Elisabeth Schumacher

Darmstadt 28..4.1904 - Berlin 22.12.1942

Map Wolffring / Bundesring / Manfred-von Richthofen-Straße

Elisabeth Schumacher (1904-1942)
Elisabeth Schumacher war Widerstandskämpferin im Nationalsozialismus.
Sie lebte in Tempelhof und galt aufgrund der Nürnberger Gesetze von 1935 als „Halbjüdin“,
was ihre beruflichen Möglichkeiten stark einschränkte. Eine Festanstellung blieb ihr verwehrt,
weshalb sie freiberuflich als Grafikerin arbeitete, unter anderem für das Deutsche
Arbeitsschutzmuseum.
Sie beteiligte sich am verschiedenen Aktionen des Freundes- und Widerstandskreises,
den die Gestapo später „Rote Kapelle“ nannte. Es war ein Netzwerk, das Informationen
an die Alliierten weitergab und nationalsozialistische Verbrechen dokumentierte.
Zudem versuchte sie, sie jüdische Verwandte mit Lebensmitteln zu unterstützen und vor der
Verfolgung zu schützen. Nach der Aufdeckung des Widerstandskreises im September 1942
wurde sie festgenommen und zum Tode verurteilt. Ihr Leben endete im Dezember 1942 mit
ihrer Ermordung in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee.

Die Namensgebung für die bisher namenlose Grünanlage zwischen Wolffring und Schreiberring fand am 18.9.2025 am Wolffring Ecke Bundesring statt. “Die feierliche Benennung, an der auch Familienmitglieder von Elisabeth Schumacher teilnahmen, stieß auf reges Interesse. Nach der Begrüßung durch Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck führte die Historikerin und Biografin Katja Ostheimer in das Leben und Wirken Elisabeth Schumachers ein. In einem weiteren Wortbeitrag erläuterte Angela Javitz von der Geschichtswerkstatt Neu-Tempelhof anschaulich den historisch-politischen Kontext in der Gartenstadt. Anschließend wurde das neue Grünanlagenschild gemeinsam enthüllt.” (Aus der Pressemitteilung des Bezirks vom 22.9.2025)
Die Benennung basiert auf einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, den die SPD-Fraktion im April 2022 initiiert hatte. Elisabeth und Kurt Schumacher lebten bis zu ihrer Verhaftung am 12. September 1942 im Hansaring 2 (heute Werner-Voß-Damm 4)
Das Foto zeigt das Schild am Zugang Woffring / Manfred-von-Richthofen-Straße.

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